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Wie sicher ist unser Essen?

Chat mit Gerd Billen von der Verbraucherzentrale

Dioxin im Ei, Dioxin im Schweinefleisch - seit einer Woche jagt eine Hiobsbotschaft die nächste und das Kaufverhalten der Konsumenten scheint sich zu ändern. Weniger Fleisch, weniger Eier und wenn, dann lieber Bio. Worauf muss sich der Verbraucher einstellen und wie groß ist die Gefahr? Stellen Sie Ihre Fragen an Gerd Billen von der Verbraucherzentrale.

Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU) steht seit Tagen in der Kritik. Sie sei den Dioxin-Skandal nicht entschlossen genug angegangen, habe gezögert, oder sei gar vor der Futtermittelindustrie eingeknickt, wie ihr Amtsvorgängerin Renate Künast (Grüne) vorwarf.

Zuständigkeit der Länder

Seitdem verteidigt sich die Ministerin täglich in den Medien und beteuert, die Unschuld des Bundeslandwirtschaftsministeriums, da für die Lebensmittelaufsicht die Länder zuständig seien. Dies sei ganz klar geregelt, "und da haben sich auch schon Künast und mein Vorgänger Seehofer die Zähne ausgebissen", wie sie im ZDF sagte. "Aber trotzdem werde ich mit den Ländern nicht nachlassen und sagen, wir brauchen hier einheitliche Qualitätsstandards."

Als Konsequenz aus dem Dioxin-Skandal kündigte sie am heutigen Freitag vor der Bundespressekonferenz in Berlin einen Zehn-Punkte-Plan an, über den das Kabinett an diesem Mittwoch beraten will. Zum ersten soll es eine Zulassungpflicht für Produzenten von Futtermitten geben. Die Produktion von technischen und Futtermittelfetten soll strikt getrennt werden, die Überwachung verbessert und strenger kontrolliert werden. Zudem müssen die Behörden alle Überschreitungen von Grenzwerten künftig veröffentlichen.

"Ein großer Schritt"

Bernard Krüsken vom Deutschen Verband Tiernahrung begrüßt diesen Beschluss. "Der Plan ist sicherlich ein großer Schritt zu mehr Vorsorge, zur Verlagerung von Kontrollen an den Anfang der Kette", wie er im ZDF sagte. "Kriminelle Energie und Vorsatz kann der Plan jedoch nur in sehr begrenztem Umfang einfangen."Dioxin-Skandal: Aktionsplan vorgestellt

Verbraucherschützer begrüßen den Plan der Ministerin. "Ein Großteil unserer Forderungen wurde aufgegriffen", erklärte Gerd Billen von der Verbraucherzentrale gegenüber der Nachrichtenagentur AP. Auch habe die Ministerin sich entschlossen präsentiert. Doch der Eierkonsum ist in der letzten Woche messbar zurückgegangen und im ZDF-Politbarometer vom 14. Januar sprechen sich 84 Prozent für strengere Gesetze und Kontrollen aus. Auch sieht fast die Hälfte der Befragten (46 Prozent) angesichts des offensichtlichen Ausmaßes des Skandals die eigene Gesundheit gefährdet.

Stellen Sie Ihre Fragen!

Wird der angekündigte Plan also reichen, um die verunsicherten Komsumenten zu beruhigen? Wie sicher ist unser Essen heute noch? Und was raten Experten den Verbrauchern in dieser Situation? Stellen Sie Ihre Fragen an Gerd Billen von der Verbraucherzentrale Bundesverband am Sonntag, dem 16. Januar, ab 19.30 Uhr im "Berlin direkt"-Chat.

Hier geht's zum Chat

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