Wie steht es um schwarz-grüne Träume im Bund?

Chat mit Prof. Karl-Rudolf Korte

Die erste schwarz-grüne Koalition steht vor ihrem Ende - die Grüne Alternative Liste fordert Neuwahlen. Welche Auswirkungen wird diese Entwicklung auf die bundespolitische Parteienlandschaft und künftige Koalitionen haben? Diskutieren Sie darüber mit dem Politologen Prof. Karl-Rudolf Korte.

An diesem Sonntag kam die Meldung - Schwarz-Grün in Hamburg, das erste Bündnis dieser Art auf Landesebene, ist gescheitert. 100 Tage nach dem Rücktritt des Ersten Bürgermeisters Ole von Beust (CDU), der als Garant des Bündnisses galt, fordert die Grüne Alternative Liste (GAL) Neuwahlen.

"Nicht mehr regierungsfähig"

"Der gemeinsame Geist und die große Verlässlichkeit, die diese Koalition bis zum Sommer getragen haben, sind verflogen", sagte Grünen-Landeschefin Katharina Fegebank der Nachrichtenagentur AP. Die Grünen-Parteispitze unterstützt diesen Schritt. "Die Hamburger CDU erwies sich nicht mehr als regierungsfähig", erklärte der Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Jürgen Trittin, gegenüber der "taz". Von der Unionsparteiführung in Berlin kam jedoch deutliche Kritik. "Es ist der offenkundige Versuch, das Umfragehoch auszunutzen, indem man ehrlicher und manchmal unbequemer Regierungsarbeit aus dem Weg geht", so CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe zu AP.

Im ZDF-Politbarometer vom 12. November kamen die Grünen auf ihren bisher besten Wert von 20 Prozent und nicht wenige malten schon das Bild einer künftigen schwarz-grünen Koalition im Bund an die Wand. Diesem Projekt erteilte Hans-Peter Friedrich in Berlin heute eine Absage. "Die Zeit für Blütenträume von Schwarz-Grün ist vorbei", so der CSU-Landesgruppenchef im Bundestag. "Wer daran festhalten will, ist nicht auf der Höhe der Zeit."

Stellen Sie Ihre Fragen!

Was bedeutet die Entwicklung in Hamburg nun für den Bund? Ist das schwarz-grüne Projekt gescheitert, bevor es richtig begonnen hat? Welche Optionen haben Union und Grüne? Stellen Sie Ihre Fragen an den Politikwissenschaftler Prof. Karl-Rudolf Korte im "Berlin direkt"-Chat, heute um 19.30.

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