Wo bleibt die SPD?

Chat mit Nils Schmid

Schwarz-Gelb schwächelt seit Monaten in den Umfragen, doch die SPD kann davon nicht profitieren. Stattdessen eilen die Grünen zu immer neuen Bestwerten. Warum erholt sich die SPD nicht von ihrer historischen Niederlage 2009?

Union und FDP regieren nun seit einem guten Jahr und haben in dieser Zeit vor allem durch Streitigkeiten untereinander von sich Reden gemacht. Die Unzufriedenheit vieler Menschen darüber spiegelt sich auch in den Umfragen wider. Im ZDF-Politbarometer vom 12. November kommt die Union zwar auf 33 Prozent, aber die Liberalen verharren gerade so oberhalb der entscheidenden Fünf-Prozent-Hürde.

2011 steht viel auf dem Spiel

Eigentlich wäre das die Zeit für die Opposition, um zu punkten und in der Wählergunst zuzulegen. Jedoch kommt die SPD auf lediglich 28 Prozent, während die Grünen mit 20 Prozent eindeutig die derzeitigen Gewinner der öffentlichen Stimmung sind. Bei den großen Debatten der letzten Wochen stehen die Genossen eher im Schatten des einstigen Juniorpartners. Atomproteste gegen das Endlager in Gorleben oder den geplanten Bahnhof Stuttgart 21 - vor allem die Grünen werden bei diesen Themen wahrgenommen. Wenn die SPD von sich hören lässt, dann zumeist, indem sie eigene Beschlüsse zurücknimmt, wie zum Beispiel die von Ex-Parteichef Franz Müntefering durchgesetzte Rente mit 67.

2011 steht viel auf dem Spiel: Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und in Baden-Württemberg. Und die Erfolgsaussichten sind nicht überall allzu groß. In Berlin und Baden-Württemberg könnte die SPD gar hinter den Grünen landen. Nils Schmid will es in Stuttgart wissen. Am 27. März fordert der 37-Jährige als SPD-Spitzenkandidat CDU-Ministerpräsident Stefan Mappus heraus.

Stellen Sie Ihre Fragen!

Mit welchen Themen will die SPD enttäuschte Ex-Wähler zurückgewinnen? Wie will sie dem Vormarsch der Grünen Einhalt gebieten? Wäre sie unter Umständen bereit, auch als Juniorpartner mit den Grünen in eine Regierung zu treten? Und warum steht sie angesichts einer oftmals zerstrittenen Bundesregierung so schlecht da? Stellen Sie Ihre Fragen an Nils Schmid im "Berlin direkt"-Chat am Sonntag, dem 28. November, ab 19.30.

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