ZDF blendet Hashtag ein

#berlindirekt wird weltweit diskutiert

Kleine Revolution im ZDF: Zum ersten Mal in seiner Geschichte blendet das Hauptprogramm einen Hashtag in die laufende Sendung ein, also ein Schlagwort für eine Twitter-Diskussion. #berlindirekt schafft es in die weltweiten Topthemen bei Twitter.

Bild zeigt Hashtageinblendung #berlindirekt
Bild zeigt Hashtageinblendung #berlindirekt Quelle: ZDF

Für das ZDF ist es eine kleine Mondlandung. Um 19.10 Uhr blendet Berlin direkt das Hashtag #berlindirekt in die laufende Sendung ein. Sofort schnellen die Tweets, also die 140 Zeichen kurzen Nachrichten bei Twitter, in die Höhe. Im Sekundentakt schreiben die Nutzer neue Nachrichten, die das Hashtag #berlindirekt enthalten.

2 Millionen Follower erreicht

"#berlindirekt geht mehr ab auf Twitter als ich dachte", schreibt Basil Hallward. Und Mario, der Berlin direkt nach eigenen Angaben schon ewig nicht mehr geschaut hat, twittert: "Wusste zu meinem Bedauern nicht, dass diese Sendung noch existiert." Nach einigen Minuten schafft es das Hashtag #berlindirekt in die weltweiten Trending Topics.

Tweet zu #Berlindirekt
Tweet zu #Berlindirekt

Das bedeutet: Kaum ein anderer Begriff auf der Welt wird soviel bei Twitter diskutiert wie #berlindirekt. Er erreicht nach Angaben der Analysesoftware hashtracking.com bis zu zwei Millionen potentielle Nutzer bei Twitter. Am Ende lesen knapp 420.000 Menschen aktiv einen Tweet, der das Hashtag #berlindirekt enthält.

Tweeteinblendung gewünscht

Dabei gibt es auch Kritik. Viele Nutzer wünschen sich, dass die Tweets live in die Sendung eingeblendet werden. "Euer Umgang mit uns ist immer noch verkrampft", twittert JoeJoe Loretta. Und der Twitterer Klaus Lademann sieht in der Hashtageinblendung "eine neue Masche vom TV, um mich auf ihr nutzloses Programm zu schleusen".

Auch der anschließende Chat mit Dorothee Bär, stellvertretende Generalsekretärin der CSU, wird kritisiert: "Danach setzt mir #berlindirekt einen Chat vor, als hätten wir 1998. Hey ZDF, mit der kann ich jederzeit twittern", kritisiert Pirat Sebastian Jabbusch. Die Redaktion arbeitet bereits an einem neuen interaktiven Element.

Halbe Redaktion twittert

Insgesamt sprechen viele Twitterer von einem guten Anfang und einem interessanten Versuch, Online und Fernsehen zu verbinden. "Plötzlich spricht die Welt über eine Sendung, die sonst fast übersehen wird", sagt C0Mtweet. Der Nutzerin _Rya_ gefällt es "sehr gut, dass auf Twitter wirklich auf Fragen geantwortet wird."

Genau das nimmt sich die Redaktion des ZDF Hauptstadtstudios, die Berlin direkt produziert, auch weiterhin vor. Am Tag nach der Sendung wertet sie die Twitterdiskussion aus. Neben den Autorendieses Textestwittern unter anderem bereits die ZDF-Hauptstadtkorrespondenten @NickLeifert, @Mathis Feldhoffund @StefanLeifert- ungefähr die Hälfte der Redaktion.

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