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Linda Teuteberg (FDP) zu Gast bei Michael Krons

"phoenix persönlich" vom 19.09.2020

Moderation: Michael Krons

30 min
30 min
20.09.2020
20.09.2020
Video verfügbar bis 20.03.2021

„Ich habe immer gesagt, ich übe das Amt gerne aus, hätte das auch bis zum Ende der Amtszeit gemacht, aber respektiere, wenn jetzt der Bundesvorsitzende seine Personalvorstellungen äußert. Das hat er im Präsidium im August getan, und daraufhin habe ich dann gesagt, dann stelle ich zu diesem Parteitag das Amt zur Verfügung. An meinem Engagement für die Freien Demokraten ändert das nichts“, sagt Linda Teuteberg über ihren unfreiwilligen Abgang aus dem Amt der FDP-Generalsekretärin. Sie habe der Partei damit „eine Hängepartie“ ersparen wollen, so Teuteberg.

In der Sendung "phoenix persönlich" spricht Michael Krons mit der FDP-Politikerin Linda Teuteberg über die Frage, warum sie sich bei den Liberalen engagiert, über die Malaise der FDP, über Klimaschutz und über die Flüchtlingsfrage.

Was Moria angehe sei ganz klar, „dass wir helfen müssen“, sagt Linda Teuteberg, migrationspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion. In den Auffanglagern müssten menschenwürdige Zustände herrschen, akute Hilfe durch das THW, mit Hilfslieferungen sei notwendig. Allerdings müsse auch klar sein, dass „Politik nicht immer von Tag zu Tag, irgendwelche Einzellösungen und Alleingänge machen kann, sondern dass wir verlässliche Regeln brauchen, wie unser Asylrecht aussieht sowohl in Deutschland als auch in Europa“, so Teuteberg weiter. Sie kritisiert die „hochmoralisierte“ Debatte und macht deutlich, „dass z. B. eine mutmaßliche Brandstiftung kein Freifahrtschein unabhängig von Asylgründen ist, sondern wir brauchen faire Asylprüfungen und menschenwürdige Unterbringungen. Und dann muss auf europäischer Ebene gesprochen werden, und das ist eben nicht Sache von Landes- und Kommunalpolitikern, wenn uns wirklich an einer europäischen Lösung liegt.“

Sie habe erfahren, dass „Sozialismus Problem und nicht Lösung ist“, erklärt die gebürtige Brandenburgerin Linda Teuteberg auf die Frage, warum sie sich für die FDP entschieden habe. Weder „Fragen des Umweltschutzes“ noch die „Frage von Wohnungsmangel“ seien mit den „Mitteln der Planwirtschaft“ gelöst worden. „Planwirtschaft ist in der Regel Teil des Problems und nicht der Lösung. Das leitet mich auch bei heutigen politischen Fragen, dass wir Klimaschutz und manches Andere mit und nicht gegen marktwirtschaftliche Prinzipien erreichen müssen.“

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