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Prof. Hendrik Streeck zu Gast bei Michael Krons

"phoenix persönlich" vom 16.01.2020

"Mutationen lassen sich nicht dauerhaft aus Deutschland fernhalten" Der Virologe Prof. Hendrik Streeck hält es für unwahrscheinlich, mögliche Mutationen des Corona-Virus dauerhaft aus Deutschland fernhalten zu können. Im phoenix persönlich sagte Streeck...

30 min
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16.01.2021
16.01.2021
Video verfügbar bis 16.07.2021

<h2>"Mutationen lassen sich nicht dauerhaft aus Deutschland fernhalten"</h2>

Der Virologe Prof. Hendrik Streeck hält es für unwahrscheinlich, mögliche Mutationen des Corona-Virus dauerhaft aus Deutschland fernhalten zu können. Im phoenix persönlich sagte Streeck: „Man darf nicht den Fehler machen, zu glauben, dass man Deutschland isoliert sehen kann. Varianten entstehen nicht unbedingt bei uns, das passiert in Indien, Brasilien oder Amerika, wo gar keine Eindämmung stattfindet. Selbst, wenn wir es kurzfristig schaffen sollten, eine Variante fernzuhalten, wird uns das wahrscheinlich nicht dauerhaft gelingen.“ Dass Viren mutierten und sich veränderten, sei nicht außergewöhnlich, das passiere andauernd, so der Virologe der Uni Bonn. Vom Sars-CoV-2-Virus seien bereits über 4000 Mutationen beschrieben. Bei den Fällen in Großbritannien und Südafrika sei das Virus aber bereits soweit verändert, dass man von einer neuen Variante sprechen könne. Im Hinblick auf die Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe zeigte Streeck sich zuversichtlich, das Gute an Impfstoffen sei, dass man nicht erneut bei null beginnen müsse, sondern die Varianten einbauen könne.

<h2>"Wir müssen lernen, mit dem Virus zu leben"</h2>

Eine gute Impfstrategie könne dabei helfen, die Pandemie in den Griff zu bekommen. „Das Virus verhält sich wie andere Corona-Viren: Wir sehen im April/Mai ein langsames Abflachen über die Zeit, ruhige Sommermonate und einen plötzlichen Anstieg im Oktober/November. Wenn wir jetzt den Sommer nutzen, um zu schauen, welche Hygienekonzepte funktionieren und weiter impfen, besteht die Hoffnung, dass wir weniger Infektionen bekommen und die, die infiziert sind, einen weniger schweren Verlauf haben“, so Streeck. Wir müssten jedoch lernen, dauerhaft mit dem Virus zu leben. „Wenn man das verinnerlicht, dass dieses Virus wahrscheinlich heimisch wird, dass es uns wahrscheinlich unser Leben lang begleiten wird, dann ist das ein ganz anderer Umgang mit dem Virus, dann sind die Infektionszahlen gar nicht mehr so zentral, sondern viel wichtiger ist die Frage: Werden die Menschen krank?“

In „phoenix persönlich“ spricht Michael Krons mit Hendrik Streeck, Direktor des Instituts für Virologie am Universitätsklinikum Bonn, über die Fragen, wie gefährlich die Mutationen des Coronavirus sind, welche Maßnahmen die Bevölkerung wirksam schützen und wie die Impfstoffe zu bewerten sind.

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