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Das Trauma der IS-Opfer

Gefolterte Kinder, vergewaltigte Frauen

Im August 2014 fiel die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) in die Sindschar-Region im Nordirak ein, vertrieb und tötete religiöse Minderheiten - vor allem aber Jesiden. Hunderttausende Menschen flohen aus ihrer Heimat.

Beitragslänge:
12 min
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Etwa 6500 Frauen und Kinder wurden entführt, vergewaltigt und misshandelt. Mehr als 3500 sollen bis heute in IS-Gefangenschaft sein, rund 1500 Jungen in den Trainingscamps für den Dschihad gedrillt werden.

Die Vereinten Nationen stuften die IS-Angriffe auf die Jesiden als Völkermord ein. Passiert ist seither wenig. Zwar löste die Brutalität damals weltweit Entsetzen aus, doch scheint das Schicksal der Glaubensgemeinschaft heute in Vergessenheit geraten.

Der deutsche Psychotherapeut Professor Jan Kizilhan pendelt seit 2014 zwischen seiner Heimat in Baden-Württemberg und dem Nordirak. Dort besucht er regelmäßig die Flüchtlingslager, spricht mit traumatisierten Frauen und Kindersoldaten, die der Gefangenschaft entkamen. Kizilhan versucht, therapeutische Hilfe zu organisieren, die es im Nordirak kaum gibt.

Frontal 21 begleitet einen Mann, der eine Mission hat und versucht, Hoffnung zu verbreiten - in einem vom Krieg erschütterten Land.

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