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Wie Nachrüstung doch funktioniert

nachgehakt

Frontal21 berichtete über ein Experiment mit einem BMW X3. Der ist wie fast alle Euro-5-Dieselautos schmutzig und deshalb von Fahrverboten in Innenstädten betroffen. Helfen könnte eine Hardware-Nachrüstung, die das Auto sauber macht.

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Helfen könnte eine Hardware-Nachrüstung, die das Auto sauber macht. Doch BMW hatte behauptet, das sei technisch nicht sinnvoll und würde drei Jahre Entwicklungszeit benötigen.

Tatsächlich verbaute BMW die saubere Technik schon seit 2008, serienmäßig – nicht in Deutschland, sondern den USA. Frontal21 zeigte die US-Variante des X3 mit AdBlue-Tank und SCR-Katalysator für saubere Abgase. Technik: "Made in Germany".

Nach der Nachrüstung sanken die Stickoxid Emissionen deutlich

Zurück in Deutschland zeigte Frontal21, wie die Original-BMW-Hardware in das deutsche Modell montiert wurden. Der SCR-Katalysator passte perfekt, auch der AdBlue Tank ließ sich wie ein Legostein in das Fahrzeug einbauen. Prüfingenieur Thomas Schuster von der Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation (KÜS) überwachte das Experiment von Anfang an. Vor und nach der Nachrüstung wurden die Abgase gemessen. BMW selbst wollte an den Abgastests nicht teilnehmen. Das Ergebnis war eindeutig: Ohne Hardware war der BMW sehr schmutzig. Nach der Nachrüstung sanken die Stickoxid Emissionen deutlich, auf 219 mg/km.

Frontal21 vom 11. Dezember 2018

Politik | Frontal 21 - Der saubere Diesel

Wie Nachrüstung doch funktioniert

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8 min

Diese Werte zeigen eindeutig, dass so ein System funktioniert, die technischen Möglichkeiten sind da", erklärt Schuster. "Und die Bauteile sind bereits in den Regalen von den Hersteller also wäre es ohne Probleme möglich, die Fahrzeuge tatsächlich viel sauberer zu machen."

Kraftfahrtbundesamt genehmigt Nachrüstsystem für BMW

Jetzt hat das Kraftfahrtbundesamt das erste Nachrüstsystem für den BMW X3 in Deutschland genehmigt. BMW-Fahrer können das System von einem Nachrüster in Bamberg bestellen und einbauen lassen. Sie sind damit offiziell von Fahrverboten befreit. Kostenpunkt: 3.350 Euro.

BMW will sich an den Kosten aber nicht beteiligen - anders als VW und Mercedes. Auf Nachfrage von Frontal21 lehnt BMW eine Hardware-Nachrüstung nach wie vor ab.

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