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Haftstrafe für "Migrantenschreck"-Betreiber

nachgehakt

Der Betreiber der Internetseite "Migrantenschreck" ist wegen Waffenhandels zu zwei Jahren und zehn Monaten Gefängnis verurteilt worden. Das Landgericht Berlin sprach Mario Rönsch des Verstoßes gegen das Waffengesetz schuldig.

Beitragslänge:
1 min
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Der 35-Jährige hatte demnach zwischen Mai und November 2016 illegal von Ungarn nach Deutschland 167 Waffen zum Abfeuern von Hartgummigeschossen verkauft. Die per Paketpost versendeten Waffen waren einem Sachverständigen zufolge potenziell tödlich und wegen ihrer hohen Mündungsenergie in Deutschland erlaubnispflichtig.

Frontal 21 berichtete am 13. Dezember 2016 über den Onlineshop "Migrantenschreck":

Politik | Frontal 21 - Waffen aus dem Internet

Unter dem Namen "Migrantenschreck" verkauft ein Online-Shop Schreckschusswaffen mit potenziell tödlicher Hartgummi-Munition. Die Waffen sind in Deutschland verboten. Der Shop ist in der rechten Szene beliebt.

Videolänge:
8 min

Rönsch war nach Gerichtsangaben zwar weitgehend geständig. Strafverschärfend wertete die Kammer aber den "volksverhetzenden Charakter" der Werbung auf "Migrantenschreck". Rönsch hatte die Waffen unter anderem damit beworben, dass man damit "Asylanten niederstrecken" könne. Der Angeklagte habe die Stimmung in Deutschland auf besonders perfide Weise ausgenutzt, hieß es nach Gerichtsangaben in der mündlichen Urteilsbegründung. Das Gericht ordnete an, Erlöse über 99.000 Euro einzuziehen. Das Urteil wurde zur Revision zugelassen und ist damit noch nicht rechtskräftig.

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