Salafistenverein in Hildesheim verboten

nachgehakt

Der Salafistenverein "Deutschsprachiger Islamkreis Hildesheim" (DIK) ist vom niedersächsischen Innenminister verboten worden. In einer Razzia in Hildesheim und Umgebung durchsuchten 370 Polizisten am Dienstagmorgen den Moscheeverein und Wohnungen führender Mitglieder.

razzia gegen radikale islamisten
Polizeibeamte sperren wegen einer Razzia den Eingang des DIK ab. Quelle: dpa

In einem internen "Personagramm" hatte das Bundeskriminalamt auch den Berlin-Attentäter Anis Amri als Besucher des DIK erfasst. Der Prediger Ahmad A., der sich "Abu Walaa" nennt, sowie Boban S. und Hasan C., die dem Führungskreis des DIK zugerechnet werden, waren bereits im November 2016 verhaftet worden. Ihnen wird vorgeworfen, Kämpfer für den "Islamischen Staat" angeworben zu haben.

Frontal 21 hatte über Amris Kontakte zur Abu-Walaa-Gruppe berichtet. So übernachtete Amri nach Aussagen von Zeugen in einer Wohnung in Dortmund, die Boban S. als Gebetsraum angemietet hatte. Im Duisburger Reisebüro des Salafisten Hasan C. sollen Jugendliche radikalisiert worden sein, die im April 2016 in Essen einen Sprengstoffanschlag gegen einen Sikh-Tempel verübt haben sollen.

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