Sendung vom 26. April 2016

Politik | Frontal 21 - Sendung vom 26. April 2016

Mit den Themen: Arm im Alter - Das Versagen der Rentenpolitik, Die Kokain-Connection - Drogendealern auf der Spur, Die SPD in der Krise - Abstieg einer Volkspartei, Motorschutz vor Verbraucherschutz

Beitragslänge:
44 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 26.04.2017, 21:00

Frontal21 berichtet in der Sendung unter anderem über arme Rentner und das Versagen der Politik, den Kampf gegen den internationalen Drogenhandel, die Krise der SPD, den rechten Sumpf in Sachsen sowie über die Entdeckung des Thermofensters und wie der Politik Motorschutz vor Verbraucherschutz geht.

Arm im Alter - Das Versagen der Rentenpolitik

Arbeiten mit 65 plus: Immer mehr Menschen gehen im Rentenalter noch einer Arbeit nach. Viele Ruheständler wollen das, aber immer mehr müssen im Alter auch dazuverdienen, so auch Malou Gillessen. Gearbeitet hat sie schon mit 17, später Jahrzehnte als Altenpflegerin. 43 Jahre lang hat sie eingezahlt und erhält trotzdem nur eine Rente an der Armutsgrenze. Deshalb muss die Kölnerin mit weit über 70 Jahren immer noch arbeiten, inzwischen bildet sie Pflegeassistenten aus.
Die Zahl derer, die von ihrer Rente allein nicht leben können, hat sich in den vergangenen zwölf Jahren verdoppelt. Rund eine Million Menschen sind schon heute auf Grundsicherung oder Wohngeld angewiesen. Und Prognosen zeigen: Wer etwa 40 Jahre lang 2.100 Euro brutto im Monat verdient, bekommt demnächst eine Rente nur noch auf Hartz IV-Niveau. Etwa die Hälfte der Bevölkerung wird so als Rentner in der Sozialhilfe landen. Und die Politik hat immer noch kein Konzept dagegen.

Frontal21 über Rentner mit einem Lebensabend auf Hartz IV-Niveau.

Die Kokain-Connection - Drogendealern auf der Spur

Im August 2012 kapern schwerbewaffnete Gangster in Venezuela einen Businessjet und zwingen die deutsche Crew, rund 1,5 Tonnen Kokain über den Atlantik zu fliegen. Frontal21 berichtete vor einem Jahr über Flug 9H-FED und seinen Piloten, der Rauschgift im Wert von rund 100 Millionen Euro nach Europa bringen sollte. Nun liefern exklusive Recherchen seltene Einblicke in die Mechanismen des internationalen Drogenhandels. Frontal21-Autoren sprachen mit Fahndern in Deutschland, dem Libanon und in den USA. Sie trafen einen Zeugen des FBI, der die mutmaßlichen Hintermänner schwer belastet. Die Recherchen führen zu einem libanesischen Netzwerk in Beirut, dessen Ausläufer bis ins Ruhrgebiet reichen.

Frontal21 über den Kampf internationaler Drogenfahnder gegen bestens organisierte Banden, die die Welt mit Rauschgift überschütten.

Die SPD in der Krise - Abstieg einer Volkspartei

Die Umfragewerte der SPD sind schlecht wie nie. Wäre am nächsten Sonntag Bundestagswahl, würden nur noch 22 Prozent der Deutschen die sozialdemokratische Partei wählen. Das zeigt die aktuelle Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF.
Eine der Ursachen für die schlechten Werte sei der rüde Führungsstil von Parteichef Sigmar Gabriel, glauben viele SPD-Anhänger. Doch der will sich nicht zum alleinigen Sündenbock für den Umfrageabsturz seiner Partei machen lassen. Nur, was sind die Gründe für den Niedergang der einstigen Volkspartei?

Frontal21 berichtet von der sozialdemokratischen Basis, zeigt, was den Nachwuchs umtreibt und fragt: Wofür steht die SPD überhaupt noch?

Rechtsextreme in Sachsen - Schauen Politik und Polizei weg?

Anschläge auf Asylunterkünfte, auf alternative Wohnprojekte und Politiker der Linken - Sachsen kommt beim Thema rechte Gewalt nicht aus den Schlagzeilen. Immer wieder müssen sich die sächsischen Landesbehörden dem Vorwurf stellen, sie gingen nicht konsequent genug gegen Rechts vor. So machte seit Sommer 2015 die sächsische Stadt Freital bundesweit mehrfach Schlagzeilen wegen fremdenfeindlicher Übergriffe. Inzwischen ermittelt sogar der Generalbundesanwalt gegen eine mutmaßliche rechtsextreme Terrorgruppe aus Freital. Auch stellt sich die Frage: Warum wird geduldet, dass Polizisten Kontakte mit vorbestraften Nazis pflegen?

Ist die Politik auf dem rechten Auge blind? Frontal21 über den rechten Sumpf in Sachsen.

Thermofenster - Motorschutz vor Verbraucherschutz

Grenzwerte schützen uns. Sie sind sinnvoll, da sie helfen, unsere Gesundheit zu bewahren. Dieselautos halten die Grenzwerte für giftige Abgase meistens aber nur da ein, wo es für uns sinnlos ist: drinnen, im Labor. Draußen auf der Straße und in den Städten, da wo es für uns gefährlich wird, überschreiten sie die Grenzwerte gleich mehrfach. Frontal21 hat schon vor Monaten gezeigt, was jetzt auch der Bundesverkehrsminister feststellte. Und trotzdem lässt er die meisten Dreckschleudern einfach weiterfahren.

Frontal21 über die politische Abschalteinrichtung bei Grenzwerten.

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