Zschäpes Märchenstunde

Entlarvende Erkenntnisse zum NSU

Sie habe stets erst im Nachhinein von den Mordtaten des NSU erfahren und sei darüber entsetzt und fassungslos gewesen, behauptet die Angeklagte Beate Zschäpe im NSU-Prozess vor dem Münchner Oberlandesgericht. Doch verhielt sich Zschäpe nicht wie eine verzweifelte Frau.

Beate Zschäpe machte mit den Mördern, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos, kurz nach deren Taten Campingurlaub in Sachsen und an der Ostsee. Auf Fotos wirkt sie fröhlich. Und so haben sie auch andere Feriengäste erlebt: "Es war ein Traum, wie harmonisch sie wirkten, eine Frau und zwei Männer", berichtet eine Urlauberin, die das Trio im Sommer 2005 an der Talsperre Pöhl in Sachsen erlebte - kurz nach zwei Morden. "Die waren immer freundlich; ich habe die nie schlecht gelaunt erlebt", sagt ein Feriengast des Campingplatzes auf Fehmarn, wo das Trio mehrfach Urlaub machte.


Zschäpe sagt außerdem vor Gericht aus, dass sie aus Kummer über die Morde ab Herbst 2006 zunehmend viel Alkohol getrunken und ihre Katzen vernachlässigt habe. Doch wie passt ihre Aussage zu der Tatsache, dass Zschäpe im Oktober 2006 eine ihrer Katzen zum Tierarzt brachte, um ein großes Blutbild anfertigen und ein Herzmedikament verschreiben zu lassen?

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