Zweiter Haftbefehl gegen IS-Mitglied Harry S.

nachgehakt

Bereits im Juli 2016 wurde der Bremer Harry S. wegen Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung sowie wegen Verstößen gegen das Waffen- und Kriegswaffenkontrollgesetz zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt. Jetzt wurde ein zweiter Haftbefehl gegen ihn erlassen.

Kurz vor seinem Prozess im vergangenen Jahr konnte Frontal 21 und ZDFzoom ein exklusives Interview mit Harry S. führen. Darin bestreitet Harry S. an Gräueltaten des „Islamischen Staats“ beteiligt gewesen zu sein.

Frontal 21-Beitrag vom 18. Oktober 2016

Politik | Frontal 21 - Die Jagd nach den Schläfern

Was wäre, wenn? Es ist die Frage, die Deutschlands Terrorermittler umtreibt. Nachdem sie auf die Spur von Jaber Albakr gekommen waren, ging beinahe alles schief.

Videolänge:
8 min
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Nun erwirkt der Generalbundesanwalt einen weiteren Haftbefehl gegen den 28-Jährigen. Denn Recherchen von Frontal 21 und der Washington Post ergaben: Harry S. hat sich doch beteiligt an der Ermordung von IS-Gefangenen.

Videoaufnahmen zeigen den Deutschen bei der Hinrichtung von sieben IS-Gefangenen auf dem Marktplatz der Stadt Palmyra in Syrien. Der mit einer Pistole bewaffnete Beschuldigte habe einen der Gefangenen eigenhändig zum Hinrichtungsort geführt und die übrigen an der Flucht gehindert, so der Vorwurf des Generalbundesanwalts. Am 21. Dezember 2016 wurde deshalb ein erneuter Haftbefehl gegen ihn erwirkt. Die Anklage: gemeinschaftlicher begangener Mord und Kriegsverbrechen - genau das, was Harry S. bis vor wenigen Monaten noch leugnete.

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