Trumps Egotrip

Mauern gegen den Rest der Welt?

Donald Trump

Politik | maybrit illner - Trumps Egotrip

"maybrit illner" mit dem Thema "Trumps Egotrip – Mauern gegen den Rest der Welt?"vom Donnerstag, den 2. Februar 2017. Die Gäste: Peter Altmaier (CDU), Kanzleramtschef - Jürgen Trittin (Die Grünen), Auswärtiger Ausschuss - Mareike Nieberding, …

Datum:
Sendungsinformationen:
Im TV und hier im Livestream: ZDF, 02.02.2017, 22:15 - 23:15
Verfügbarkeit:
Video leider nicht mehr verfügbar
Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2017

Die Gäste am 2. Februar 2017

  • Kanzleramtschef

  • AmCham Germany

  • „Jugend-Bewegung für Demokratie – DEMO“

  • Mitglied Auswärtiger Ausschuss

  • Herausgeber „Handelsblatt“

Eine Mauer gegen Mexiko, Einreiseverbote für Muslime, Handelsabkommen kündigen und Strafzölle erheben. US-Präsident Donald Trump schafft im Alleingang weitreichende Fakten – mit einem Ziel: Mehr Sicherheit und mehr Jobs für Amerikaner. Globalisierung? Trump will sie aufhalten. Kann „America First!“ funktionieren? Birgt das neue Sprengkraft für das angeschlagene Europa? Droht ein Handelskrieg auch gegen Deutschland? "maybrit illner" mit dem Thema "Trumps Egotrip – Mauern gegen den Rest der Welt?" vom Donnerstag, den 2. Februar 2017.

Der Chef des Bundeskanzleramts, Peter Altmaier (CDU), setzt nach dem Bekenntnis der USA zu den Russland-Sanktionen auf ein weiteres Einlenken von US-Präsident Donald Trump in der Wirtschafts- und Außenpolitik. „Man sollte Politiker nicht daran hindern, klüger zu werden“, sagte der Kanzleramtsminister am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung „maybrit illner“.

Er setze darauf, dass die Trump-Administration zu der Einsicht gelangt, „dass selbst ein so großes Land wie die USA heute ihre Zukunft und ihr Glück allein nicht mehr gestalten können“. Als Beispiel für eine erfolgreiche Überzeugungsarbeit nannte Altmaier das für viele unerwartete Bekenntnis der USA zu den Sanktionen gegenüber Russland. Entscheidend dafür sei gewesen, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel, die britische Premierministerin Theresa May und der französische Präsident Francois Hollande Trump gemeinsam klargemacht hätten, dass eine Aufhebung der Sanktionen einem Einverständnis mit Putins völkerrechtswidriger Ukraine-Politik gleichkomme.

„Es unterscheidet den Staatsmann vom Wahlkämpfer, dass man immer wieder bereit sein muss, seine eigenen Wahlversprechen und Auffassungen zu spiegeln an der Realität und ob es für das eigene Land wirklich gut ist“, sagte Altmaier mit Blick auf Trump. Zugleich mahnte Altmaier „Wir sind jetzt gefordert, unsere eigenen Positionen klar und deutlich zu bestimmen.“ Er sei davon überzeugt: „Solange wir stark sind, werden wir als Partner ernstgenommen.“ Trump schätze nicht Schwäche, sondern Stärke. „Wir als Europäer sind gefordert, erwachsen zu werden. Wir müssen erkennen, dass die Nachkriegszeit, wo wir beschützt werden und wo andere für uns entscheiden, zuende ist.“„Wir müssen diejenigen, die außenpolitisch mit wenig Erfahrung und mit viel Schwung an die Sache gehen, immer wieder daran erinnern, wie leicht man außenpolitisch Porzellan zerschlagen kann und wie schwer es ist, die Scherben dann wieder zu kitten“, fügte Altmaier hinzu.

In der Wirtschaftspolitik erwartet Altmaier eine Abkehr Trumps vom Protektionismus. „Wenn wir weniger freien Wettbewerb, weniger freien Welthandel haben, dann zahlt nicht nur ein Land den Preis, dann zahlen alle Länder den Preis, und das darf nicht geschehen.“ Zugleich verwahrte sich der Kanzleramtschef gegen den Vorwurf, Deutschland würde mit einem niedrigen Euro-Kurs den USA gezielt schaden. „Wir brauchen uns nicht dafür entschuldigen, dass wir gut sind und dass wir Produkte produzieren, die weltweit gefragt sind. Das ist Wettbewerb“, stellte Altmaier klar. Zudem hätten deutsche Unternehmen „in den letzten Jahren unendlich viel mehr in den USA investiert und Arbeitsplätze geschaffen, als das umgekehrt der Fall war“.

Hinweis: Sie finden am Ende der Beiträge zur Sendung hier auf maybritillner.de jeweils eine Kommentarfunktion. Dort können Sie in der Sendewoche von Dienstag bis Freitagmittag mitreden - gerne können Sie uns auch mailen an maybrit-illner@zdf.de
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