Planlos nach dem Brexit

Wie weiter in Europa?

"No thanks"- Die Briten haben für den Brexit gestimmt

Politik | maybrit illner - Planlos nach dem Brexit

Sehen Sie hier das 90-minütige "maybrit illner spezial" zum Thema "Planlos nach dem Brexit – wie weiter in Europa?" vom Donnerstag, den 14. Juli 2016.

Datum:
Sendungsinformationen:
Im TV: ZDF, 14.07.2016, 22:15 - 23:45
Verfügbarkeit:
Video leider nicht mehr verfügbar
Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2016

"maybrit illner spezial" mit dem Thema „Planlos nach dem Brexit – wie weiter in Europa?“ vom Donnerstag, den 14. Juli 2016.

Der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union muss nach Ansicht des Vizepräsidenten des Europaparlaments, Alexander Graf Lambsdorff (FDP), bis 2019 abgeschlossen sein. „Das Enddatum, das steht ja fest. Das ist die nächste Europawahl 2019“, sagte Lambsdorff am Donnerstag in der ZDF-Sendung „maybrit illner“. Es sei „vollkommen ausgeschlossen“, dass nach einem solchen Referendum in Großbritannien noch eine Europawahl stattfinde.

"Das Enddatum, das steht ja fest"

Übergangsfristen würden dem Vereinigten Königreich allenfalls als Bestandteil des Austrittsvertrages eingeräumt, betonte Lambsdorff. Eine EU-„Mitgliedschaft light“ werde es nicht geben. „Die haben sich abgemeldet. Und wer sich im Fitnessclub abmeldet, darf auch nicht mehr an die Geräte.“ Politisch „vollkommen ausgeschlossen“ sei, dass die Regierung von Theresa May die Freizügigkeit für EU-Bürger wie bisher aufrechterhalten könne. Die EU wiederum könne unter diesen Bedingungen keinen vollen Zugang zum europäischen Binnenmarkt gewähren. Beiden Seiten ständen „wahnsinnig schwierige“ Verhandlungen ähnlich einem „Mini-TTIP“ bevor, sagte der FDP-Politiker.

Dagegen glaubt die Fraktionschefin der Linken im Bundestag, Sahra Wagenknecht, nicht an eine harte Linie gegenüber Großbritannien. Das Königreich habe ein sehr großes Handelsbilanzdefizit gegenüber Deutschland. „Das heißt, die deutsche Wirtschaft hat mehr Interesse, dass Großbritannien nicht hinter Zollmauern versinkt, als umgekehrt.“ Der Druck aus der deutschen Wirtschaft werde am Ende zu einem Deal führen, „der anders aussieht als das, was man jetzt verspricht“.

"Nagelprobe Freizügigkeit"

Der frühere bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) plädierte dafür, dass die Briten ihren Austrittsantrag noch in diesem Jahr stellen sollten. Über die „Nagelprobe“ Freizügigkeit werde die EU mit ihnen sprechen. „Es wird sich weisen, wie das ausgehen wird.“

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