"Anschlag in Berlin"

"maybrit illner spezial" vom 20. Dezember 2016

maybrit illner spezial: Anschlag in Berlin

Politik | maybrit illner - "Anschlag in Berlin"

"maybrit illner spezial" mit dem Thema "Anschlag in Berlin" vom 20. Dezember. Die Gäste: • Armin Laschet (CDU), stellvertretender CDU-Bundesvorsitzender, Vorsitzender der CDU Nordrhein-Westfalen • Renate Künast (B‘90/Die Grünen), …

Datum:
Sendungsinformationen:
Im TV und hier im Livestream: ZDF, 20.12.2016, 23:00 - 23:45
Verfügbarkeit:
Video leider nicht mehr verfügbar

12 Tote, 48 zum Teil schwer Verletzte – nach dem Angriff auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin spricht die Bundesanwaltschaft von einem Anschlag "mit terroristischem Hintergrund". Trauer und Entsetzen im ganzen Land - Erschütterung weltweit. Was wissen wir über die Tat und die Täter? Wie gut sind wir auf solche Anschläge vorbereitet? Wie verändert die Bedrohung Deutschland?

Die Gäste:

  • B‘90/Die Grünen

  • Psychologin

  • Studentin, Autorin

  • CDU

  • Terrorismus-Experte

  • Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK)

Bund Deutscher Kriminalbeamter glaubt an schnellen Fahndungserfolg

Nach dem Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt machen die Ermittler auf der Suche nach dem flüchtigen Täter offenbar Fortschritte. „Ich bin relativ zuversichtlich, dass wir vielleicht schon morgen oder in naher Zukunft einen neuen Tatverdächtigen präsentieren können“, sagte der Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), André Schulz, am Dienstagabend in der ZDF-Sendung „maybrit illner spezial“. Es gebe „gute Hinweise“. „Viele Dinge können wir in der jetzigen Phase nicht verraten“, sagte der Kriminalpolizist. „Aber wir haben sehr viele Ansatzpunkte.“

Neben vielen Zeugenaussagen werten die Ermittler Schulz zufolge derzeit unter anderem DNA-Spuren, Fingerabdrücke und „Telekommunikationsspuren“ aus. So werde anhand der GPS-Daten aus den Mobilfunknetzen entlang der Route des für die Tat genutzten LKW und am Tatort nach dem Handy des Täters gesucht. Auf dieser Basis könne dann ein Bewegungsbild erstellt werden. Auch gebe es ein „Zusammenspiel“ mit inländischen und ausländischen Geheimdiensten. „Wir sind jetzt in der heißen Phase der Ermittlungen“, sagte der BDK-Vorsitzende. „Wir haben viele Möglichkeiten, um die Person auch zu finden.“

CDU-Vize Laschet kanzelt Seehofer ab

Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Armin Laschet hat den bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) für seine Äußerungen zum Anschlag von Berlin scharf kritisiert. Schlussfolgerungen zu ziehen, bevor die Polizei die Fakten ermittelt habe, „ist eine normale Herangehensweise an Politik nicht“, sagte Laschet am Dienstagabend in der ZDF-Sendung „maybrit illner spezial“. Seehofer hatte den Anschlag zum Anlass genommen, die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung infrage zu stellen: "Wir sind es den Opfern, den Betroffenen und der gesamten Bevölkerung schuldig, dass wir unsere Zuwanderungs- und Sicherheitspolitik überdenken und neu ausrichten", hatte der CSU-Vorsitzende gesagt. „Ich verstehe nicht ganz, was der Sinn der Aussage sein soll“, kritisierte CDU-Vize Laschet den Chef der Schwesterpartei. Solange man nicht wisse, wer der Täter ist, mache Seehofers Forderung keinen Sinn. „Was ist denn, wenn der Täter aus dem Inland oder aus einem Nachbarland kommt, wie bei den Anschlägen von Nizza oder Brüssel?“, fragte Laschet. „Ich halte es in so einem Fall eher damit, dass man jetzt einfach mal wartet, bis die Polizei ihre Arbeit gemacht hat, stellte der CDU-Vize klar. Nach Konsequenzen rufen könne man „erst, wenn die Fakten auf dem Tisch liegen.“

Auch die Grünen-Politikerin Renate Künast griff Seehofer an: „Ich war sehr erstaunt, dass Seehofer auf so eine Forderung gegangen ist, wo alle benommen sind und voller Trauer.“ Mit Blick auf die AfD sagte Künast weiter: „Dieser Satz von Herrn Seehofer hat mich eigentlich an andere Parteien erinnert.“ Der CSU-Chef habe nicht gewusst und wisse nicht, „ob es ein Flüchtling war“. Insofern verbiete sich an dieser Stelle Populismus.

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