Hungerlöhne, Mager-Rente – unruhig in den Ruhestand?

"maybrit illner" vom 24. November 2016

Politik | maybrit illner - Hungerlöhne, Mager-Rente – unruhig in den Ruhestand?

"maybrit illner" mit dem Thema "Hungerlöhne, Mager-Rente – unruhig in den Ruhestand?" vom Donnerstag, den 24. November 2016. Die Gäste: • Malu Dreyer (SPD), Ministerpräsidentin Rheinland-Pfalz • Paul Ziemiak (CDU), Vorsitzender Junge Union …

Beitragslänge:
67 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 24.02.2017, 22:15
Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2016

Die Gäste am 24. November :

  • SPD

  • Rentnerin

  • Gebäudereinigerin

  • CDU

  • Kioskbetreiberin

  • "Wirtschaftsweiser"

  • Co-Autor „Lebenswege in die Altersarmut“

Anreize für Betriebsrenten, Verbesserungen bei der Riester- Rente und wohl auch mehr Geld für die, die aus Gesundheitsgründen vorzeitig in Rente müssen: Das sind Eckpunkte eines Reformpakets, das die große Koalition noch vor der Bundestagswahl schnüren will. Ein bisschen mehr hier und etwas weniger da – das klingt eher nach Flickwerk als nach einem großen Wurf. Die Rente wird damit Wahlkampfthema.

Sollten die Deutschen bis 70 arbeiten oder brauchte es eine echte Stärkung der gesetzlichen Rente? Und endlich wieder eine paritätische Finanzierung? Wie bekämpft man Altersarmut wirklich? "maybrit illner" mit dem Thema "Hungerlöhne, Mager-Rente – unruhig in den Ruhestand?" vom Donnerstag, den 24. November 2016.

Ziemiak: Mütterrente nicht auf Grundsicherung anrechnen

In der Diskussion um Rente und Altersarmut von Geringverdienern sprach sich der Vorsitzende der Jungen Union, Paul Ziemiak (CDU), dafür aus, bestimmte Leistungen nicht mehr auf die Grundsicherung im Alter anzurechnen. „Da könnte man bei dem Mütterrenten-Punkt auch darüber nachdenken, dass das dazu kommt“, sagte Ziemiak. Wer sein Leben lang Vollzeit gearbeitet habe, müsse mehr Rente bekommen als jemand, der nicht gearbeitet habe. Er warnte jedoch vor der Annahme, die beitragsfinanzierte Rentenkasse könne „alle sozialen Probleme, die es gibt in diesem Land“ regeln.

Einen „Arbeitgeber-Renten-Cent“ zugunsten von Arbeitnehmern mit geringem Lohn schlug der Politikwissenschaftler Antonio Brettschneider vor. Der derzeitige Mindestlohn von 8,50 Euro reiche nicht für eine Rente über Sozialhilfeniveau. Die mindestens erforderlichen 12,50 Euro seien nicht durchsetzbar. Um die Arbeitgeber dennoch in die Pflicht zu nehmen, wäre die Einführung einer Mindestbemessungsgrundlage für die Rentenbeiträge denkbar. „Das heißt, der Arbeitgeber müsste nochmal für jede Stunde 75 Cent drauflegen für die Rente.“ Wenn jemand so schlecht bezahlt werde, müsse man wenigstens dafür sorgen, dass für die Rente des Beschäftigten etwas getan werde.

Dreyer will Parität bei Krankenversicherungs-beiträgen zurück

Die Arbeitgeberbeiträge zur Krankenversicherung sollten nach Auffassung der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) nicht länger eingefroren bleiben. Dass es bei den Krankenversicherungsbeiträgen keine Parität mehr gebe, gehöre „abgeschafft“, sagte Dreyer in der ZDF-Sendung „maybrit illner“. Dass die Arbeitgeberbeiträge eingefroren seien, sei „unmöglich“. Der Arbeitgeberanteil an den Krankenversicherungs-Beiträgen ist derzeit bei 7,3 Prozent gedeckelt. Brauchen die Kassen mehr Geld, müssen Arbeitnehmer und Rentner den Bedarf allein decken.

Fakten-Box

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