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"Überzählige Impfdosen wären Luxusproblem"

Manuela Schwesig bei "maybrit illner"

Mecklenburg-Vorpommerns Regierungschefin Manuela Schwesig (SPD) kritisiert die Impfstoff-Beschaffungsstrategie von Bund und EU scharf. Die Verantwortlichen sollten „nicht um den heißen Brei herum reden“, sondern klar sagen, „es ist schlecht gelaufen“.

2 min
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21.01.2021
21.01.2021
Video verfügbar bis 21.04.2021

„Ich bin total enttäuscht, was da gelaufen ist“, sagte Schwesig am Donnerstag in der ZDF-Sendung „maybrit illner“. Die Verantwortlichen sollten „nicht um den heißen Brei herum reden“, sondern klar sagen, „es ist schlecht gelaufen“, kritisierte Schwesig und nannte namentlich Bundeskanzlerin Angela Merkel, EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (alle CDU). Es sei verabredet gewesen, dass die Bundesländer die Logistik der Impfzentren stellen und der Bund den Impfstoff besorge.

Die Europäische Union (EU) habe gut daran getan, bei der Zulassung der Impfstoffe auf reguläre Verfahren zu setzen, so die SPD-Politikerin. Falsch sei es gewesen, dass die EU „nicht auf alle Impfstoffkandidaten gesetzt hat und komplett für Europa auch bestellt hat – und früh genug bestellt hat“. Das hätte mehr Geld gekostet und mehr Impfstoff gebracht, als gebraucht würde. Letzteres wäre jedoch ein „Luxusproblem“ gewesen, das durch die Abgabe überzähliger Dosen an arme Länder hätte behoben werden können. „Aber dass jetzt andere Länder viel mehr Impfstoff haben und wir nicht, das kann man den Menschen nicht erklären.“ Was jetzt bei den Impfungen versäumt werde, sei wegen der drohenden Ausbreitung der Virusmutationen später nicht so leicht aufholbar.

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