Türken in Deutschland

Spaltet Erdoğan das Land?

Eine deutsche und eine türkische Fahne nebeneinander wehen  an einem Auto, das durch den Stadtteil berlin-Kreuzberg fäehrt.

Politik | maybrit illner - Türken in Deutschland

"maybrit illner" mit dem Thema "Türken in Deutschland – spaltet Erdoğan das Land?" vom 23. März 2017. Die Gäste: • Paul Ziemiak (CDU), Vorsitzender Junge Union • Cem Özdemir (Bündnis 90/ Die Grünen), Parteivorsitzender • Franziska Giffey (SPD), …

Datum:
Sendungsinformationen:
Im TV und hier im Livestream: ZDF, 23.03.2017, 22:15 - 23:20
Verfügbarkeit:
Voraussichtlich gegen 2 Uhr nachts
Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2017

Die Gäste am 23. März 2017:

  • CDU

  • Bündnis´90/Die Grünen

  • AKP

  • Journalistin und Dozentin

  • SPD

  • Professor für Erziehungswissenschaften

„Wie hältst du es mit Erdogan?“ Das ist längst nicht mehr nur in der Türkei die Gretchen-Frage. Der Wahlkampf für Erdogans Referendum entfremdet auch Türken und Deutsche und Deutschtürken. Woher kommt die Zustimmung für Erdogan bei vielen? Warum engagieren sich junge Deutsche mit türkischen Wurzeln mehr für die alte Heimat als für die Zukunft des Landes, in dem sie leben? Eine Folge von Gleichgültigkeit und schlechten Chancen? Oder gar von Ausgrenzung und Islamfeindlichkeit?

Grünen-Chef Cem Özdemir hat die in Deutschland lebenden türkischen Muslime aufgefordert, sich von Ankara „abzunabeln“. Er wolle „nicht mit Leuten reden, die Befehle von Ankara bekommen“, sagte Özdemir in der ZDF-Sendung „maybrit illner“. Sollte die Mehrheit der Wähler beim Referendum für die von Präsident Erdogan geplante Verfassungsänderung stimmen, müsste Deutschland seine Beziehungen zur Türkei komplett ändern, betonte der Grünen-Politiker und fügte hinzu: „Keine Rüstungslieferungen, keine Wirtschaftshilfe. Ich glaube, dann ist die Türkei auf einem Weg Richtung Putin.“ Auch deshalb müssten die Deutschtürken dringend in die deutsche Gesellschaft geführt werden. Dazu gehöre, dass sich die Muslime als „Muslime der Bundesrepublik Deutschland“ organisieren.

Für eine „Normalität von Zusammenleben, die nicht permanent den Unterschied betont“ sprach sich die Bürgermeisterin des Berliner Stadtbezirks Neukölln, Franziska Giffey (SPD), aus. Sie bezweifle, dass es im Zusammenleben mit türkischstämmigen Menschen in erster Linie um den umstrittenen Doppelpass gehe, sagte sie. „Es geht darum, dass Menschen sich zugehörig fühlen müssen“, betonte Giffey. „Die Frage ist doch am Ende des Tages: Wie schaffen wir es, dass sich Menschen als Teil dieses Landes fühlen?“

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