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CDU könnte erstmals stärkste Partei in Bremen werden

Kurz vor der Bürgerschaftswahl in Bremen am kommenden Sonntag drohen der SPD deutliche Verluste. Die CDU könnte stärkste Partei werden. Das zeigt das aktuelle ZDF Politbarometer Extra.

Projektion Bremen
Quelle: ZDF

Wenige Tage vor der Bürgerschaftswahl im Land Bremen zeichnen sich deutliche Verluste für die SPD in ihrer bisherigen Hochburg ab, wo sie seit 72 Jahren stärkste Partei ist und immer den Regierungschef gestellt hat. Obwohl die Grünen mit Zuwächsen rechnen können, dürfte es für die Fortsetzung der Koalition von SPD und Grünen keine Mehrheit mehr geben.

Projektion Bremen

Wenn schon jetzt die Wahl zur Bürgerschaft wäre, dann käme die SPD weiterhin nur auf 24,5 Prozent, die CDU auf 26 Prozent, die Grünen auf 18 Prozent, die Linke auf zwölf Prozent (alle unverändert im Vergleich zur Vorwoche), die FDP auf fünf Prozent (minus 0,5), die AfD auf sieben Prozent (minus eins) und die Wählervereinigung „Bürger in Wut“ (BIW) auf drei Prozent (unverändert). Die anderen Parteien lägen zusammen bei 4,5 Prozent (plus 1,5).

Nach dieser Projektion hätte der regierende Senat aus SPD und Grünen keine Mehrheit mehr. Von den möglichen Zweierbündnissen würde es nur für eine große Koalition reichen. Bei der Frage, welche Parteien wie viele Abgeordnete in die Bürgerschaft des Landes entsenden können, muss auch beachtet werden, dass in den Städten Bremen und Bremerhaven jeweils separate Fünf-Prozent-Hürden gelten.

Bei der letzten Bürgerschaftswahl 2015 war die SPD auf 32,8 Prozent gekommen, die CDU auf 22,4 Prozent, die Grünen auf 15,1 Prozent, die Linke auf 9,5 Prozent, die FDP auf 6,6 Prozent, die AfD auf 5,5 Prozent, der BIW auf 3,2 Prozent und die anderen Parteien zusammen auf 4,8 Prozent.

Viele sind noch unsicher, ob und wen sie wählen wollen

Archiv: Ein Füllfederhalter in Nahaufnahme zeichnet ein Kreuz auf einem Stimmzettel
45 Prozent der Befragten sind sich in ihrer Wahlentscheidung noch unsicher.
Quelle: imago

Insgesamt geben diese Projektionswerte, bei denen auch die statistischen Fehlerbereiche von Umfragen zu berücksichtigen sind, lediglich das Stimmungsbild für die Parteien zum jetzigen Zeitpunkt wieder und stellen keine Prognose für den Wahlausgang am kommenden Sonntag dar. Bis dahin kann es für die verschiedenen Parteien durch unterschiedliche Mobilisierungserfolge noch zu Veränderungen kommen. Zudem wissen 45 Prozent noch nicht sicher, wen oder ob sie wählen wollen.

Gewünschter Bürgermeister

Bei der Frage, wen man lieber als Bürgermeister hätte, kommt Amtsinhaber Carsten Sieling (SPD) auf 43 Prozent (plus eins im Vergleich zur Vorwoche) und sein Herausforderer von der CDU, Carsten Meyer-Heder, auf 31 Prozent (plus zwei). Zehn Prozent wollen keinen von beiden (16 Prozent weiß nicht / kenne nicht). Bei der Bürgerschaftswahl 2015 lag der damalige SPD-Bürgermeister Jens Böhrnsen (65 Prozent) mit großem Abstand vor seiner CDU-Herausforderin Elisabeth Motschmann (18 Prozent).

Die Umfrage zu diesem Politbarometer Extra ...

... wurde wie immer von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews wurden in der Zeit vom 20. bis 23.5.2019 unter 1.664 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten im Land Bremen telefonisch erhoben. Die Befragung ist repräsentativ für die dortige wahlberechtigte Bevölkerung. Der Fehlerbereich beträgt bei einem Anteilswert von 40 Prozent gut +/- drei Prozentpunkte und bei einem Anteilswert von 10 Prozent gut +/- zwei Prozentpunkte. Das nächste bundesweite Politbarometer sendet das ZDF am 6. Juni 2019. Weitere Informationen zur Methodik der Umfrage und zu den genauen Frageformulierungen finden Sie auch aufwww.forschungsgruppe.de

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