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CSU bleibt im Stimmungstief – Grüne legen weiter zu

Wenige Tage vor der Landtagswahl in Bayern muss die CSU mit sehr starken Verlusten rechnen, die Grünen könnten ein Rekordergebnis erzielen. Das zeigt das aktuelle ZDF-Politbarometer Extra.

Bayerische Landtagswahl

Auch wenige Tage vor der Landtagswahl in Bayern muss die CSU mit sehr starken Verlusten rechnen, während die Grünen ein Rekordergebnis erzielen könnten. Der SPD droht ein historisch schlechtes Wahlergebnis. Die AfD dürfte erstmals und die Freien Wähler zum dritten Mal in den Landtag einziehen. Die FDP liegt knapp über der Fünf-Prozent-Grenze, die Linke darunter.

Politbarometer-Projektionswerte: Wenn schon jetzt die Wahl zum Landtag wäre, dann käme die CSU zurzeit auf 34 Prozent (minus eins im Vergleich zur Vorwoche), die SPD auf zwölf Prozent (unverändert), die Freien Wähler auf zehn Prozent (unverändert), die Grünen auf 19 Prozent (plus eins), die FDP auf 5,5 Prozent (unverändert), die Linke auf vier Prozent (minus 0,5) und die AfD auf zehn Prozent (unverändert). Die anderen Parteien lägen zusammen bei 5,5 Prozent (plus 0,5).

Von den politisch denkbaren Bündnissen hätte nur eine Regierung aus CSU und Grünen eine sichere Mehrheit. Knappe parlamentarische Mehrheiten sind rechnerisch auch für andere Koalitionsmodelle möglich, darunter eine Koalition aus CSU und SPD und auch eine Mehrheit ohne die CSU (Koalition aus Grünen, SPD, Freie Wähler und FDP).

Bei der letzten Landtagswahl 2013 war die CSU auf 47,7 Prozent gekommen, die SPD auf 20,6 Prozent, die Freien Wähler auf 9,0 Prozent, die Grünen auf 8,6 Prozent, die FDP auf 3,3 Prozent, die Linke auf 2,1 Prozent und die anderen Parteien zusammen auf 8,7 Prozent.

Viele sind noch unsicher, ob und wen sie wählen wollen:

Insgesamt geben diese Projektionswerte, bei denen auch die statistischen Fehlerbereiche von Umfragen zu berücksichtigen sind, lediglich das Stimmungsbild für die Parteien zum jetzigen Zeitpunkt wieder und stellen keine Prognose für den Wahlausgang am kommenden Sonntag dar. Bis dahin kann es für die verschiedenen Parteien durch unterschiedliche Mobilisierungserfolge noch zu Veränderungen kommen. Zudem wissen 42 Prozent noch nicht sicher, wen oder ob sie wählen wollen. Aus diesen Gründen ist auch ein Scheitern der FDP an der Fünf-Prozent-Hürde nicht auszuschließen.

Gewünschte/r Ministerpräsident/-in: Bei der Frage, wen man lieber als Ministerpräsident/-in Bayern hätte, wird CSU-Amtsinhaber Markus Söder jetzt nur noch von 46 Prozent (minus acht im Vergleich zu letzter Woche) gegenüber der SPD-Spitzenkandidatin Natascha Kohnen bevorzugt, für die sich 30 Prozent (plus sechs) aussprechen (acht Prozent kennen Kohnen nicht). Im Vergleich mit dem Spitzenkandidaten der Grünen, Ludwig Hartmann, liegt Söder mit 44 Prozent (minus vier) gegenüber 23 Prozent (plus vier) vorne, allerdings geben 20 Prozent an, dass sie Hartmann nicht kennen.

Die Umfrage zu diesem Politbarometer-Extra ...

... wurde wie immer von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews wurden in der Zeit vom 10. bis 11.10.2018 unter 1.075 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten in Bayern telefonisch erhoben. Die Befragung ist repräsentativ für die dortige wahlberechtigte Bevölkerung. Der Fehlerbereich beträgt bei einem Anteilswert von 40 Prozent gut +/- drei Prozentpunkte und bei einem Anteilswert von zehn Prozent gut +/- zwei Prozentpunkte. Das nächste bundesweite Politbarometer sendet das ZDF am 19.10.2018. Weitere Informationen zur Methodik der Umfrage und zu den genauen Frageformulierungen finden Sie auch auf www.forschungsgruppe.de

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