SPD knapp vor CDU - Rot-Grün verliert die Mehrheit

Wollen Ministerpräsident bleiben beziehungsweise werden: Stephan Weil (SPD, links) und Bernd Althusmann (CDU, rechts) beim TV-Duell.

Politik | Politbarometer - SPD knapp vor CDU - Rot-Grün verliert die Mehrheit

Kurz vor der Landtagswahl in Niedersachsen kann die SPD zwar im Vergleich zur Vorwoche um 1,5 Prozentpunkte zulegen und kommt auf 34,5 Prozent. Rot-Grün hat aber keine Mehrheit. Die CDU bleibt unverändert bei 33 Prozent.

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Wenige Tage vor der Landtagswahl in Niedersachsen liegt die SPD knapp vor der CDU, die ebenso wie die Grünen gegenüber 2013 mit Verlusten rechnen muss. Die AfD hat gute Chancen im nächsten Landtag vertreten zu sein. Bei der Partei Die Linke bleibt es unklar, ob sie den Sprung in den Landtag schafft.

Politbarometer-Projektion: SPD knapp vor CDU

Wenn schon jetzt die Wahl zum Landtag wäre, dann käme die CDU auf 33 Prozent (unverändert im Vergleich zur Vorwoche) und die SPD auf 34,5 Prozent (plus 1,5). Die Grünen würden neun Prozent (unverändert) erreichen und ebenso neun Prozent die FDP (minus eins). Die Linke käme auf fünf Prozent und die AfD auf sieben Prozent (beide unverändert). Die anderen Parteien lägen zusammen bei 2,5 Prozent (minus 0,5).

Damit hätte die amtierende Koalition aus SPD und Grünen keine parlamentarische Mehrheit mehr. Reichen würde es für eine große Koalition aus SPD und CDU, für eine Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP oder für eine Jamaika-Koalition aus CDU, Grünen und FDP. Rot-Rot-Grün würde die Mehrheit knapp verfehlen.

Bei der letzten Landtagswahl 2013 war die CDU auf 36,0 Prozent gekommen, die SPD auf 32,6 Prozent, die Grünen auf 13,7 Prozent, die FDP auf 9,9 Prozent, die Linke auf 3,1 Prozent und die anderen Parteien zusammen auf 4,7 Prozent.

Viele sind noch unsicher, ob und wen sie wählen wollen

Niedersächsischer Landtag
29 Prozent der Befragten wissen noch nicht sicher, wen oder ob sie wählen wollen. Quelle: dpa

Insgesamt geben diese Projektionswerte, bei denen auch die statistischen Fehlerbereiche von Umfragen zu berücksichtigen sind, lediglichdas Stimmungsbild für die Parteien zum jetzigen Zeitpunkt wieder und stellen keine Prognose für den Wahlausgang am kommenden Sonntag dar. Bis dahin kann es für die verschiedenen Parteien durch unterschiedliche Mobilisierungserfolge noch zu Veränderungen kommen. Zudem wissen 29 Prozent noch nicht sicher, wen oder ob sie wählen wollen. Aus diesen Gründen ist auch ein Scheitern der Linke an der Fünf-Prozent-Hürde nicht auszuschließen.

Gewünschter Ministerpräsident: Weil weiterhin vorn

Bei der Frage, wen man lieber als Ministerpräsidenten in Niedersachsen hätte, liegt Amtsinhaber Stephan Weil (SPD) mit 49 Prozent (unverändert im Vergleich zur Vorwoche) vor seinem CDU-Herausforderer Bernd Althusmann, der nur auf 31 Prozent (plus zwei) kommt (keinen von beiden: vier Prozent; weiß nicht: 16 Prozent). Während Weil von den SPD-Anhängern (87 Prozent) sowie den Anhängern der Grünen (73 Prozent) und der Linken (61 Prozent) mehrheitlich gewünscht wird, sprechen sich die meisten CDU-Anhänger (74 Prozent) und FDP-Anhänger (54 Prozent) für Althusmann aus.

Die Umfrage zum Politbarometer Extra ...

... wurde wie immer von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews wurden in der Zeit vom 11. bis 12.10.2017 unter 1.001 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten in Niedersachsen telefonisch erhoben. Die Befragung ist repräsentativ für die dortige wahlberechtigte Bevölkerung. Der Fehlerbereich beträgt bei einem Anteilswert von 40 Prozent gut +/- drei Prozentpunkte und bei einem Anteilswert von zehn Prozent gut +/- zwei Prozentpunkte. Das nächste bundesweite Politbarometer sendet das ZDF am 13.10.17. Weitere Informationen zur Methodik der Umfrage und zu den genauen Frageformulierungen finden Sie auch auf www.forschungsgruppe.de

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