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Sachsen: CDU dank Kretschmer mit klarem Vorsprung vor AfD

Weiter unklar, ob SPD oder AfD in Brandenburg stärkste Partei wird

Kurz vor den Wahlen in Ostdeutschland zeichnen sich weiter deutliche Gewinne für die AfD ab. Die CDU in Sachsen und die SPD in Brandenburg müssen mit starken Verlusten rechnen.

Die Ministerpräsidenten von Sachsen Michael Kretschmer (CDU) und Brandenburg Dietmar Woidke (SPD)
Die Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) aus Sachsen und Dietmar Woidke (SPD) aus Brandenburg im Gespräch.
Quelle: dpa

SACHSEN

Wenn schon heute gewählt würde, dann ergäben sich die folgenden Projektionswerte für die Parteien: Die CDU käme zurzeit auf 32 Prozent (plus 1 im Vergleich zur Vorwoche), die Linke auf 14 Prozent (unverändert), die SPD auf 8,5 Prozent (minus 0,5), die AfD auf 24,5 Prozent (minus 0,5), die Grünen auf 11 Prozent (plus 1), die FDP auf 5 Prozent (unverändert) und die anderen Parteien zusammen auf 5 Prozent (minus 1).

Bei der letzten Landtagswahl 2014 war die CDU auf 39,4 Prozent gekommen, die Linke auf 18,9 Prozent, die SPD auf 12,4 Prozent, die AfD auf 9,7 Prozent, die Grünen auf 5,7 Prozent, die FDP auf 3,8 Prozent und die anderen Parteien zusammen auf 10,1 Prozent (darunter die NPD 4,9 Prozent).

Diese Projektionswerte geben lediglich das Stimmungsbild für die Parteien zum jetzigen Zeitpunkt wieder und stellen keine Prognose für den Wahlausgang dar. Grundsätzlich sind bei diesen Werten auch die statistischen Fehlerbereiche von Umfragen zu berücksichtigen, weshalb ein Scheitern der FDP an der Fünf-Prozent-Hürde nicht auszuschließen ist. Darüber hinaus kann es bis zum Wahlsonntag für die verschiedenen Parteien durch unterschiedliche Mobilisierungserfolge noch zu entscheidenden Veränderungen kommen. Zudem wissen zurzeit 33 Prozent noch nicht sicher, wen oder ob sie wählen wollen.

Sachsens Ministerpräsident Kretschmer auf Wahlkampftour
Eine deutliche Mehrheit der Befragten wünscht sich in Sachsen Michael Kretschmer (CDU) als Ministerpräsidenten.
Quelle: dpa

Gewünschter Ministerpräsident: Bei der Frage, wen man lieber als Ministerpräsidenten hätte, verfügt Michael Kretschmer (CDU) sowohl gegenüber dem AfD-Spitzenkandidaten Jörg Urban mit 67 Prozent zu neun Prozent als auch gegenüber dem Linke-Spitzenkandidaten Rico Gebhardt mit 62 Prozent zu neun Prozent über einen sehr deutlichen Vorsprung (Rest zu 100 Prozent: jeweils „kenne nicht“, „weiß nicht“ oder „weder noch“).

Alle Zahlen zu Sachsen und Brandenburg

BRANDENBURG

Hier ergäben sich die folgenden Projektionswerte: Die SPD käme zurzeit auf 22 Prozent (plus 1), die CDU auf 16,5 Prozent (minus 1,5), die Linke auf 14 Prozent (unverändert), die AfD auf 21 Prozent (plus 1), die Grünen auf 14,5 Prozent (plus 0,5), die BVB/Freie Wähler auf 4 Prozent, die FDP auf 5 Prozent (beide unverändert) und die anderen Parteien zusammen auf 3 Prozent (minus 1).

Bei der letzten Landtagswahl 2014 war die SPD auf 31,9 Prozent gekommen, die CDU auf 23,0 Prozent, die Linke auf 18,6 Prozent, die AfD auf 12,2 Prozent, die Grünen auf 6,2 Prozent, die BVB/Freie Wähler auf 2,7 Prozent, die FDP auf 1,5 Prozent und die anderen Parteien zusammen auf 4,1 Prozent.

Auch hier stellen diese Projektionswerte keine Prognose für den Wahlausgang dar. Und genau wie in Sachsen ist aufgrund der statistischen Fehlerbereiche ein Scheitern der FDP an der Fünf-Prozent-Hürde nicht auszuschließen. In Brandenburg wissen zurzeit 39 Prozent noch nicht sicher, wen oder ob sie wählen wollen.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke stellt ein neues SPD-Plakat vor.
In Brandenburg spricht sich eine Mehrheit für den amtierenden Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (SPD) aus.
Quelle: dpa

Gewünschter Ministerpräsident: Bei der Frage, wen man lieber als Ministerpräsidenten hätte, wird SPD-Amtsinhaber Dietmar Woidke von 57 Prozent gegenüber dem AfD-Spitzenkandidaten Andreas Kalbitz bevorzugt, für den sich zehn Prozent aussprechen. Im Vergleich mit dem Spitzenkandidaten der CDU, Ingo Senftleben, liegt Woidke mit 51 Prozent gegenüber 20 Prozent vorne.

Die Umfragen zu diesem Politbarometer Extra ...

... wurden wie immer von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews wurden in der Zeit vom 26. bis 29.8.2019 unter 1.657 bzw. 1.653 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten in den beiden Bundesländern telefonisch erhoben. Die Befragung ist repräsentativ für die dortige wahlberechtigte Bevölkerung. Der Fehlerbereich beträgt bei einem Anteilswert von 40 Prozent gut +/- drei Prozentpunkte und bei einem Anteilswert von 10 Prozent gut +/- zwei Prozentpunkte. Das nächste Politbarometer sendet das ZDF am Donnerstag, dem 5.9.2019. Weitere Informationen zur Methodik der Umfrage und zu den genauen Frageformulierungen finden Sie auch auf www.forschungsgruppe.de.

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