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Schwierige Regierungsbildung in Thüringen zu erwarten

Klarer Amtsbonus für Ministerpräsident Bodo Ramelow

Auch wenige Tage vor der Landtagswahl in Thüringen bleibt unklar, welche Parteien zusammen eine Regierung bilden können. Die Linke liegt knapp vor der CDU, die AfD kann ihren Stimmenanteil im Vergleich zu 2014 verdoppeln, SPD und Grüne sind einstellig, die FDP ist durch die Fünf-Prozent-Hürde gefährdet. Das zeigt das aktuelle ZDF-Politbarometer Extra.

Wahlkampf in Thüringen
Für die Wahl in Thüringen kommenden Sonntag zeichnet sich eine schwierige Regierungsbildung ab.
Quelle: dpa

Politbarometer-Projektionswerte:

Wenn schon jetzt die Wahl zum Landtag wäre, dann käme die CDU auf 26 Prozent (unverändert im Vergleich zur Vorwoche), die Linke auf 28 Prozent (plus eins), die SPD auf neun Prozent (unverändert), die AfD auf 21 Prozent (plus eins), die Grünen auf sieben Prozent (minus eins) und die FDP auf fünf Prozent (unverändert). Die anderen Parteien lägen zusammen bei vier Prozent (minus eins). Damit würde es für die amtierende Regierung aus Linke, SPD und Grünen nicht mehr reichen, ein Bündnis aus CDU, SPD und Grünen würde eine parlamentarische Mehrheit ebenfalls verfehlen.

Bei der letzten Landtagswahl 2014 war die CDU auf 33,5 Prozent gekommen, die Linke auf 28,2%, die SPD auf 12,4%, die AfD auf 10,6%, die Grünen auf 5,7%, die FDP auf 2,5 Prozent und die anderen Parteien zusammen auf 7,1%.

Viele sind noch unsicher, ob und wen sie wählen wollen:

Insgesamt geben diese Projektionswerte, bei denen auch die statistischen Fehlerbereiche von Umfragen zu berücksichtigen sind, lediglich das Stimmungsbild für die Parteien zum jetzigen Zeitpunkt wieder und stellen keine Prognose für den Wahlausgang am kommenden Sonntag dar. Bis dahin kann es für die verschiedenen Parteien durch unterschiedliche Mobilisierungserfolge noch zu Veränderungen kommen. Aus diesen Gründen ist auch ein Scheitern der FDP an der Fünf-Prozent -Hürde nicht auszuschließen. Zudem wissen 38 Prozent noch nicht sicher, wen oder ob sie wählen wollen.

Bodo Ramelow im Wahlkampf
Eine Mehrheit der Befragten wünscht sich Bodo Ramelow (Linke) als Ministerpräsidenten.
Quelle: dpa

Gewünschter Ministerpräsident: Bei der Frage, wen man lieber als Ministerpräsidenten hätte, sprechen sich 54 Prozent (plus vier im Vergleich zur Vorwoche) für Amtsinhaber Bodo Ramelow (Linke) aus und 29 Prozent (minus zwei) bevorzugen den CDU-Spitzenkandidaten Mike Mohring. Gegenüber dem Spitzenkandidaten der AfD, Björn Höcke, liegt Ramelow mit 76 Prozent (unverändert) zu acht Prozent (plus zwei) vorne (Rest zu 100%: „keinen von beiden“ und „weiß nicht“).

Die Umfrage zu diesem Politbarometer Extra ...

... wurde wie immer von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews wurden in der Zeit vom 23. bis 24.10.2019 unter 1.177 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten in Thüringen telefonisch erhoben. Die Befragung ist repräsentativ für die dortige wahlberechtigte Bevölkerung. Der Fehlerbereich beträgt bei einem Anteilswert von 40 Prozent gut +/- drei Prozent punkte und bei einem Anteilswert von 10 Prozent gut +/- zwei Prozent punkte. Das nächste bundesweite Politbarometer sendet das ZDF am Freitag, den 8.11.2019. Weitere Informationen zur Methodik der Umfrage und zu den genauen Frageformulierungen finden Sie auch auf www.forschungsgruppe.de

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