Heinz Hussy, Polizeibeamter im Ruhestand

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Politik | Wahlen im ZDF - Heinz Hussy, Polizeibeamter im Ruhestand

Heinz Hussy ist 65 und Polizeibeamter im Ruhestand. Er lebt in Haßloch in Rheinland-Pfalz und engagiert sich als Außenstellenleiter beim Weißen Ring, hilft und unterstützt Kriminalitätsopfer.

Beitragslänge:
3 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 10.05.2018, 09:00

Auch wenn Heinz Hussy als Polizeibeamter inzwischen im Ruhestand ist, lässt das Verbrechen ihm keine Ruhe. Es gibt, beklagt er, bei uns keinen Respekt mehr: „Sowohl von denen, die Gewalt anwenden, ist kein Respekt gegenüber ihren Mitmenschen vorhanden über deren Unversehrtheit.“ Aber es fehle seiner Meinung auch der Respekt der Reichen gegenüber den Arbeitenden, weil deren Arbeit nicht respektvoll entlohnt werde. Respekt erlernt man in frühesten Jahren, zum Beispiel im Kindergarten. Und dann, beklagt er, werde Erziehungsgeld eingeführt, das denjenigen zukomme, die ihre Kinder doch eigentlich in den Kindergarten geben sollten, damit sie genau das lernten.

Sein Anliegen

Als Betreuer von Verbrechensopfern beim Weißen Ring hat Herr Hussy ganz konkrete Forderungen an die Politik: Bessere Entschädigungen, besseren Persönlichkeitsschutz für die Betroffenen. Und vor allem auch wieder Respekt. Auch den Opfern gegenüber, denn über die werde bei Straftaten immer viel zu wenig geredet: „Schauen Sie nur mal die Terroropfer von Berlin. Da ist wochenlang über diesen Anis Amir diskutiert worden. Die Presse und die Politik haben es breit getreten ohne Ende. Haben Sie was über die Opfer gehört? Da hat so gut wie keiner drüber geredet. Fast drei Monate danach ist der Bundesregierung eingefallen, dass sie einen Opferbeauftragten installieren könnten, da haben sie denn den Kurz Beck installiert. Da war der Weiße Ring mit seiner Arbeit schon fast wieder fertig.“

Innere Sicherheit ist sein Thema. Aber die gibt es nicht ohne sozialen Frieden und Gerechtigkeit. Da gibt es für ihn nur eine Wahl: Wirklich sozialdemokratischen Politik. Die SPD, sagt er, sei ihm zu neoliberal: „Das ist nicht unbedingt das, was ich mir unter Politik vorstelle. Im Neoliberalismus werden die Gräben zwischen arm und reich immer größer.“

Ein Film von Gert Anhalt

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