Elke Wolber, Bürgerhilfe

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Politik | Wahlen im ZDF - Elke Wolber, Bürgerhilfe

Elke Wolber und ihre beiden Mitstreiterinnen gehören zur Bürgerhilfe Grafschaft-Esch. Die drei Damen sind gemeinsam auf Patrouille in ihrem Revier. Der Grund: Vor etwa drei Jahren häuften sich dort die Einbrüche.

Beitragslänge:
3 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 18.07.2018, 12:03

Esch liegt an der A 61. Ideale Bedingungen für Einbrecherbanden wegen der schnellen Fluchtmöglichkeit. „Wir drehen unsere Runde. Da sind täglich zwei Gruppen unterwegs. Und zusätzlich noch Hundehalter“, erklärt Elke Wolber: „Dann gucken wir, ob alles in Ordnung ist. Ob irgendwo auffällige Fahrzeuge oder Personen unterwegs sind, die gegebenenfalls der Polizei gemeldet werden.“

Aktion Selbsthilfe

Seitdem die Bürgerhilfe aktiv ist, hat sie auf ihren Rundgängen den einen oder anderen Dieb womöglich verjagt. Elke Wolber erinnert sich: „Wir waren hinter den Häusern unterwegs. Es war dunkel und dann sahen wir eine Taschenlampe leuchten an einem Wintergarten. Da wir gut vernetzt sind, habe ich die Bewohner angerufen und erstmal gefragt, ob jemand von ihnen hinterm Haus am Wintergarten ist. War aber niemand. Die sind dann auch direkt raus und die Taschenlampe wurde ausgemacht. Polizei wurde noch gerufen. Derjenige ist dann in der Dunkelheit verschwunden.“

Das alles geschieht in enger Absprache mit der Polizei. Wachsamer Nachbar – so heißt die Aktion. Die Bürger sind aufmerksam, und schützen sich quasi selbst. Die Polizei habe einfach zu wenig Personal dafür, meint Elke Wolber: „Die können nicht dauernd Streife fahren und präsent sein. Deswegen gehen wir nach dem Konzept der Polizei ‚Vorsicht wachsamer Nachbar, spazieren.“ Fast 40 Mitglieder hat die Bürgerhilfe inzwischen. Jeden Tag sind mindestens drei von ihnen gemeinsam im Ort unterwegs. Stets läuft auch ein Hund mit.

Forderung an die Politik

Mehr Polizisten – das fordert Elke Wolber und formulierte ihr Anliegen an den rheinland-pfälzischen Innenminister in einem Brief, denn: „Das wollte ich ihm eigentlich mal näher bringen, damit er die Polizei im Kreis Ahrweiler vielleicht mal aufstockt, damit unsere Meldungen bearbeitet werden können. Es geht bald wieder auf den Herbst zu, die dunkle Jahreszeit beginnt. Die Einbrecher haben Hochkonjunktur und ich finde es schade, wenn bis dahin nichts passiert ist.“

Solange aber nichts passiert, wird die Bürgerhilfe aktiv bleiben, ja aktiv bleiben müssen. Denn die Menschen dort sind besorgt um die Sicherheit bei ihnen im kleinen Grafschaft-Esch. „Ich wünsche mir von der Politik mehr Weitblick anstatt des bisherigen Tunnelblicks, schnellere Entscheidungen“, sagt Elke Wolber, und: „Logisches Denken, was passiert, welche Konsequenzen hat das, was ich gerade beschlossen habe. Und vielleicht sollten die Politiker sich mehr an den Ratschlägen der Polizei orientieren, weil nur die wissen, was draußen wirklich läuft, und sind näher an der Realität.“

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