Laura Ernst auf Wohnungssuche

Exklusiv

Politik | Wahlen im ZDF - Laura Ernst auf Wohnungssuche

Laura und ihre Tochter Monalisa wohnen in München übergangsweise in der Wohnung von Freunden, die auf Weltreise sind. Im August kommen sie zurück. Bis dahin muss Laura mit ihrer Tochter Ersatz finden.

Beitragslänge:
3 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 09.05.2018, 09:00

Doch der Wohnungsmarkt in München ist katastrophal. Lange Schlangen bei den Besichtigungen der meist ohnehin überteuerten Angebote. Der Versuch der Bundesregierung, den Mietmarkt mit der Mietpreisbremse zu regulieren, funktioniert in München jedenfalls nur sehr mäßig. Umso frustrierender ist die Suche nach einem Platz, der irgendwie noch bezahlbar ist. „Ich gebe ein: 850 Euro Kaltmiete, 2-3-Zimmer. Und dann sinkt die Trefferquote von 1200 auf 12. Es gibt also gerade nur 12 Wohnungen, die in Frage kommen“, erklärt Laura Ernst.

Seit knapp zwei Jahren erzieht Laura ihre Tochter allein. Monalisas Vater zog nach der Trennung damals aus, doch die Wohnung war mit einem Gehalt nicht zu bezahlen. Jetzt suchen sie eine Wohnung, die nicht jeden Morgen eine halbe Weltreise zur Kita beansprucht: „Hauptsache, ich kann es bezahlen und es ist eine Krippe in der Nähe. Eine öffentliche Anbindung wäre auch gut, weil wir kein Auto haben.“
In München ist die Lage besonders prekär. Die Stadt ist längst an ihren Grenzen, denn anders als beispielsweise in Berlin gibt es kaum noch Freiflächen. Und die Neubauten, die noch entstehen sind für Menschen wie Laura, die als festangestellte Zytologie-Assistentin arbeitet, nicht zu bezahlen.

Lauras Forderung

„Ich würde mir wünschen, dass Wohnungsvergaben gehaltsorientierter sind. Dass die Politik da eingreift, sodass bestimmte Wohnungskontingente Leuten wie mir zur Verfügung stehen. Leuten, die vielleicht alleinerziehend sind und ein geringeres Einkommen haben, als andere.“

Aus lauter Not meldet sich Laura an diesem Tag auf ein Angebot für zwei Zimmer zur Untermiete – und bekommt einen Termin. Noch eine andere Bewerberin ist da. Küche und Bad  müssen mit der Mieterin geteilt werden. Nicht optimal, aber immerhin. „Also die Zimmer sind natürlich klein. Da müsste ich mich schon extrem einschränken mit der Kleinen“, sagt Laura Ernst: „Aber klar, zur Not geht`s. Ich muss ja nehmen, was ich kriegen kann.“

Ein Film von Barbara Lueg

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