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Imperium Romanum

Der Limes/Pont du Gard/Las Medulas/Leptis Magna

Typical

3sat - Imperium Romanum

In vielen Ländern findet man noch heute die Spuren des römischen Reiches. Sie zeugen von der technischen Geschicklichkeit der alten Römer.

Datum:
Sendungsinformationen:
Im TV: 3sat, 10.05.2017, 13:50 - 14:47
Verfügbarkeit:
Leider kein Video verfügbar

Zu ihnen gehören die UNESCO-Welterbestätten Obergermanisch-Rätische Limes, Pont du Gard, Las Médulas und Leptis Magna. Filmischen Essays erzählen in diesem Zusammenschnitt die Geschichte der Bauwerke.

Fast 550 Kilometer zieht sich der Obergermanisch-Rätische Limes - die Grenze Roms zu den Barbaren - quer durch Deutschland. Der Limes lag auf dem Gebiet des heutigen Hessen, Baden-Württemberg und Bayern und grenzte die nördlich der Donau liegenden Teile der römischen Provinz Raetia und die rechtsrheinischen Teile der Germania Superior nach Osten ab. Zunächst nur ein Postenweg, wurde der Limes ab Mitte des zweiten Jahrhunderts nach Christus zu einer imposanten Grenzanlage mit Palisaden, Gräben, Wällen und Wachtürmen ausgebaut, in Rätien später dann noch durch eine Mauer verstärkt. Die Besatzungen der über 900 Wachtürme hatten Sichtkontakt. Denn der Limes war nicht als ein militärisches Bollwerk konzipiert, sondern als eine ausgeklügelte Überwachungs- und Fernmeldeanlage. 2005 wurde der Obergermanisch-Rätische Limes in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen.

Der Pont du Gard im Süden Frankreichs ist die größte erhaltene Aquäduktbrücke der Antike. Im ersten Jahrhundert nach Christus erbauten die Römer diese fast 50 Meter hohe Aquäduktbrücke als Teil einer Wasserleitung für das heutige Nîmes. In drei Arkadenreihen mit 64 Rundbögen überquert das Monument den Fluss Gardon. Damals floss Wasser über das 265 Meter lange Konstrukt, um die heutige Stadt Nimes im Süden Frankreichs zu versorgen. Einerseits architektonisch eindrucksvoll, kann man andererseits die Grundsätze des römischen Wasserbaus hier erkennen. Das gesamte Aquädukt wurde mit einem stetigen Gefälle konstruiert und mit einer durchschnittlichen Neigung von nur 25 Zentimetern pro Kilometer. Die Römer benutzten eine Art Beton, aus dem die Leitungen gegossen waren - eine Technik, die über 1000 Jahre lang vergessen war.

Der erste, faszinierende Eindruck: die Farbe Rot. Seltsam geformte, rot leuchtende Bergspitzen stechen in den blauen Himmel Nordwest Spaniens. Eine bizarre Formenwelt ragt aus der gebirgigen Landschaft Kastilien-Leons: Las Médulas, ein Naturschatz als Welterbe der UNESCO. Ein seltsames Naturphänomen, denkt der ahnungslose Besucher, doch er steht vor einem Kunstwerk von Menschenhand, eigentlich einem Werk der Zerstörung. Nicht natürliche Erosion hat die merkwürdigen Kegel und Spitzen aus einem Gemenge von roter Erde, Steinen und Fels geschaffen, sondern menschlicher Erfindungsreichtum. Hightech vor 2000 Jahren. "Ruina Montium" nannten die Römer die Bergbautechnik, mit der sie Berge in der eroberten Provinz Terraconensis durch Wasserkraft sprengten, um an die goldhaltigen Schichten zu gelangen. Ob der Geschichtsschreiber Plinius übertrieb, als er notierte: "Was in Las Médulas geschieht, übersteigt das Werk von Giganten. In die Berge werden Gänge und Stollen gegraben ... monatelang sehen die Bergleute keine Sonne und viele von ihnen sterben in den Tunneln"?

Jahrhundertelang war Leptis Magna an der Küste Libyens unter Sanddünen begraben. Seit den 1920er-Jahren brachten Ausgrabungen großzügig angelegte Straßen und Märkte zutage, Prunkbauten, Tempel, Bäder, einen Hafen mit Lagergebäuden. Leptis Magna ist eine Großstadt gewesen. Heute ist es eine der besterhaltenen römischen Ruinenstädte überhaupt, doch bisher nur wenig bekannt. Auf Grund der politischen Situation Libyens war sie für Reisende lange Zeit fast unerreichbar. Der Film streift mit Iddibal Caphada Aemilius, einem Kaufmann aus der Zeit des Kaisers Augustus, durch die verlassene Stadt und ihre Umgebung. Er führt durch die Geschichte und verdeutlicht das alltägliche Leben in Leptis Magna.

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