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Seenflimmern (3/3)

Der Chiemsee Film von Lisa Eder-Held

Die dreiteilige Reihe "Seenflimmern" zeigt die bayerische Seen in ungewöhnlichen Aufnahmen und aus der Sicht von spannenden und unkonventionellen Protagonisten.

Für sie bedeuten die Seen Freiheit, sie sind Traum- und Fluchtorte, Schmuckstücke der Landschaft, Orte voller Geheimnisse sowie ein besonderer Lebensraum für Mensch und Tier und damit auch Herausforderung. Die dritte Folge führt an den Chiemsee.

Florian Lex wollte, im Gegensatz zu seinem Zwillingsbruder, nie weg von der Fraueninsel. Schon als Bub hat er es geliebt, mit seinem Großvater auf den Chiemsee hinauszufahren, um zu fischen. Heute führt er die Fischerei Lex auf der Insel in der 8. Generation. Für ihn ist ein Tag dann gelungen, wenn er morgens um fünf Uhr den Fang einholen und am Nachmittag seinem Lieblingssport nachgehen kann. Florian Lex war auf der ganzen Welt unterwegs zum Kytesurfen - doch am schönsten findet er es trotzdem noch auf dem Chiemsee.

Wo König Ludwig II. ein Abbild von Schloss Versailles schaffen wollte, unzugänglich und den Blicken der Öffentlichkeit entzogen, lebt und arbeitet Jakob Nein, ein Landschaftsgärtner, Jäger und Naturmensch. Er ist verantwortlich für den Wald, die Wiesen und die rund 60 000 Freilandblumen, die alleine den Schlosspark auf Herrenchiemsee schmücken. Jakob Nein mag es, die Elemente Erde und Wasser täglich zu spüren. Er hat sich daran gewöhnt, dass er nicht einfach mal so von der Insel wegkommt. Das Wasser bildet die Barriere. Wenn die Touristen weg sind und Stille herrscht, dann hat er "seine Insel" ganz für sich.

Für die Biologin Katharina Stöckl und ihr Team ist der See Forschungsobjekt. Sie sucht auf dem Gewässergrund nach Süßwassermuscheln, die eine wichtige Rolle im Ökosystem einnehmen: Sie halten das Wasser sauber und bieten diversen Fischarten einen Platz zum Laichen. Doch auch in bayerischen Seen sind die Muscheln bedroht.

Alle Bandmitglieder der "Lischkapelle" haben ihre Wurzeln im Chiemgau, und der Chiemsee zieht sie auch heute noch magisch an: als Inspirationsquelle für Texte, zum Fotoshooting und für Konzerte. Sie verwenden zwar traditionell bayerische Instrumente wie die Ziach, Tuba und Posaune, doch längst sind sie in der Pop-Musik angekommen.

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