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Barbarossa

Der Krieg gegen den Sowjetunion

Wehrmachtstruppen vom Ostfeldzug

ZDFinfo - Barbarossa

Der Überfall: Als im Morgengrauen des 22. Juni 1941 deutsche Wehrmachtsverbände die russische Grenze überschreiten, beginnen sie einen fast 4 Jahre andauernden Krieg, der Millionen Opfer kosten wird.

Datum:
Sendungsinformationen:
Im TV: ZDFinfo, 30.08.2016, 20:15 - 21:00
Verfügbarkeit:
Video leider nicht mehr verfügbar
Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2010
Altersbeschränkung:
Freigegeben ab 6 Jahren

Als im Morgengrauen des 22. Juni 1941 deutsche Wehrmachtsverbände die russische Grenze überschreiten, beginnen sie einen fast vier Jahre andauernden Krieg, der Millionen Opfer kosten wird. Ein Vernichtungsfeldzug soll es werden, zur völligen Zerschlagung des russischen Staates und Ausbeutung seiner Völker bis zum Hungertod. Doch der Blitzsieg bleibt aus. Das "Unternehmen Barbarossa" ist bald zum Scheitern verurteilt. Die Dokumentation zeigt den deutschen Krieg im Osten.

Am 22. Juni 1941 begann Hitlers Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion. In knapp vier Jahren kostete er zwischen Wolga und Spree 40 Millionen Menschen das Leben. Noch im August 1939 hatte Hitler mit Stalin einen Nichtangriffspakt geschlossen, um sich den Rücken freizuhalten für den Angriff auf Polen am 1. September, der zum Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde.

Ostfeldzug und Vernichtungskrieg

1941 überschritten deutsche Truppen von der Ostsee bis zu den Karpaten die sowjetische Grenze - angeblich um einem Angriff Stalins zuvorzukommen. Für den Überfall hatte Hitler den Namen des Stauferkaisers Barbarossa ausgewählt.

Hitler machte den Ostfeldzug auch zu einem Vernichtungskrieg gegen die Juden: Zehntausende starben bei Massenerschießungen, Hunderttausende wurden aus eroberten sowjetischen Gebieten in Vernichtungslager deportiert. Auch rund 15 Millionen sowjetische Zivilisten kamen ums Leben - bei Kämpfen oder durch Hunger als Folge der wirtschaftlichen Ausplünderung ihres Landes. Die stalinistische Propaganda erklärt den "Großen Vaterländischen Krieg" zum Abwehrkampf des ganzen Volkes.

An allen Fronten gab es zunächst schnelle Vormärsche der Wehrmacht. Bis August 1941 kamen in großen Kesselschlachten mehr als 600.000 Sowjets in Kriegsgefangenschaft. Auch viele von ihnen wurden Opfer des Vernichtungskrieges: Allein bis Ende 1941 wurden etwa zwei Millionen erschossen, vergast oder starben an Hunger und Seuchen.

Die Wende

Ihr Siegeslauf führte die Wehrmacht bis an den Stadtrand von Leningrad und 30 Kilometer vor Moskau. Dann wurde der Vormarsch der erschöpften deutschen Soldaten ohne Winterausrüstung gestoppt. Zum Jahreswechsel 1942/43 folgte bei Stalingrad die Wende, 90.000 Überlebende der eingeschlossenen 6. Armee gingen in Gefangenschaft. Danach wich die Wehrmacht immer weiter zurück und hinterließ "verbrannte Erde". Im Januar 1945 begann schließlich die sowjetische Großoffensive, die in gut zwei Wochen von Warschau bis über die Oder führte. Am 8. Mai erfolgte die deutsche Kapitulation und auf dem zerbombten Reichstagsgebäude im zerstörten Berlin wehte die Sowjetflagge.

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