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Black in the USA

Der Highway 61 ist ein Mythos. Er erstreckt sich über 1.400 Meilen und verbindet den industriellen Norden mit dem ländlich geprägten Süden, das weiße mit dem schwarzen Amerika. Er führt durch zahlreiche Orte, die in der Geschichte der Afroamerikaner, von der Sklaverei über Segregation und Bürgerrechtsbewegung, das Entstehen von Blues und Jazz bis zu den Rassenunruhen von Ferguson im August 2014 ein bedeutende Rolle gespielt haben. "Black in the USA" ist eine Reise in das "Schwarzen Amerika" im Jahr 2016, im letzten Amtsjahr des ersten schwarzen Präsidenten der Vereinigten Staaten. Es ist eine kritische Bestandsaufnahme über das Verhältnis zwischen Schwarz und Weiß in Amerika.

Der Rapper Sékou Neblett, bekannt durch seine Zusammenarbeit mit der Hip-Hop-Gruppe Freundeskreis, begleitet die filmische Reise. Der gebürtige Amerikaner verbrachte seine Kindheit sowohl in den USA als auch in Deutschland. Er weiß, was es bedeutet, sich als Schwarzer in den USA zu behaupten. Zugleich kennt er den deutschen Kulturraum und kann für Europäer verständlich einordnen. Mit ihm als Presenter geht es durchs "schwarze" Amerika.

Nebeneinander statt miteinander

Bis heute ist der Süden den meisten Menschen in den Nordstaaten fremd und bis heute sind die Wohngebiete von Schwarzen und Weißen in den meisten Städten strikt getrennt. Man lebt neben - statt miteinander und nicht selten in Furcht voreinander.

Der Film folgt dem Highway 61 von Hannibal in Missouri bis hinunter nach New Orleans in Louisiana. Er verlässt aber gelegentlich auch die Straße, um Ereignissen abseits der Strecke nachzuspüren, speziell in Mississippi, dem Staat, der sich am längsten und härtesten der Rassenintegration verweigert hat. Heute weist Mississippi den höchsten Anteil Afroamerikaner im Land auf und ist gleichzeitig der zweitärmste der USA.

Archivmaterial und Zeitzeugen

Der Film taucht ein in die Vergangenheit, beleuchtet wichtige Ereignisse aus der Bürgerrechtsbewegung (zum Beispiel den Mord an Martin Luther King) sowie andere Ereignisse im Zusammenhang mit Rassentrennung oder -integration. Dabei verbindet er Archivmaterial mit Erinnerungen von Menschen, die das Ereignis aus der Nähe erlebt haben. Es entsteht ein Mosaik aus geschichtlichen wie auch gegenwärtigen Bildern der Rassenproblematik in den USA.

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