Sie sind hier:

Das unterirdische Reich

Die geheimen Welten der Nazis

Tunnel der Nazis

ZDFinfo - Das unterirdische Reich

Überall in den von den Nazis besetzten Gebieten wurden Fabrikanlagen in Stollensysteme verlegt, um sie vor dem Bombenhagel der Alliierten zu schützen.

Datum:
Sendungsinformationen:
Im TV: ZDFinfo, 20.07.2016, 22:20 - 23:05
Verfügbarkeit:
Video leider nicht mehr verfügbar
Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2004
Altersbeschränkung:
Freigegeben ab 6 Jahren

Es war eines der gigantischsten Bauvorhaben der Menschheitsgeschichte. Überall im Dritten Reich und den von Deutschland besetzten Gebieten wurden 1944 ganze Fabrikanlagen in unterirdische Stollensysteme verlegt, um sie dem Bombenhagel der Alliierten zu entziehen. Sklavenarbeiter mussten bis Kriegsende unter unmenschlichen Bedingungen kilometerlange Tunnel in Berge graben, um die Rüstungsproduktion der Nazis zu sichern.

Autor Michael Kloft und der Historiker Michael Foedrowitz haben für diese Dokumentation einige dieser heute vergessenen Anlagen erforscht und die Geschichte des "unterirdischen Reiches" rekonstruiert. Sie entdeckten unveröffentlichtes Archivmaterial und sprachen mit vielen Zeitzeugen. Es entstand ein faszinierender Einblick in fantastische unterirdische Welten, die nur mit Sondergenehmigung betreten werden dürfen.

Zutritt verboten

Zu den Protagonisten der Dokumentation zählt der Bergtechnische Sachverständige der Bundesbauministeriums, Heinz Rabe. Er ist zuständig für die Sicherheit aller unterirdischen Anlagen in Süddeutschland, Sachsen und Thüringen. Wir haben ihn in einige der sonst hermetisch verschlossenen Stollensysteme begeleitet, unter anderem in den Kohnstein bei Nordhausen, wo ab 1944 KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter unter menschenunwürdigen Umständen V2-Raketen montieren mussten.

Das Team drehte unter anderem im unvollendeten Führerhauptquartier "Riese" in Polen und in noch unerforschten Bunkeranlagen am Obersalzberg. Erst nach Hitlers Selbstmord wurden im ganzen untergehenden Dritten Reich die gigantomanischen Bauvorhaben eingestellt. In einigen der unfertigen Stollenanlagen stecken noch heute Sprengstoffkapseln und Bohrgeräte in der Wand. Zehntausende Sklavenarbeiter wurden von den Siegern befreit, die geheimen Anlagen der Nazis von alliierten Experten durchforstet.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert! Abo beendet