Sie sind hier:

Der erste Serienmörder der Geschichte

Mythos Jack the Ripper

ZDFinfo - Der erste Serienmörder der Geschichte

Jack the Ripper ist der erste Serienmörder der modernen Kriminalgeschichte. Das ungelöste Rätsel seiner Identität fasziniert Experten und Amateure bis heute.

Beitragslänge:
42 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 31.12.2016, 23:59

Seit Generationen verbreitet der Mythos um den Serienmörder Jack the Ripper Gänsehaut. Teil des Mythos ist auch, dass trotz jahrzehntelanger Suche seine wahre Identität bis heute unentdeckt geblieben ist.

Eine grausame Mordserie versetzt das Londoner East End im Herbst 1888 in Angst und Schrecken: Fünf Prostituierte - Mary Ann Nichols, Annie Chapman, Elizabeth Stride, Catherine Eddowes und Mary Jane Kelly - werden vermutlich alle Opfer eines unbekannten Serienmörders.

Auf der Spur des Mörders

Inspektor Frederick G. Abberline steht vor einem Rätsel. Raubmord kommt bei den Prostituierten im East End nicht in Frage. In den Augen der Polizei kann es sich nur um Sexualdelikte handeln. Aber: Warum verstümmelt der Mörder die Opfer auf so grausame Weise?

Ende des 19. Jahrhunderts steckt die kriminalistische Aufklärung noch in den Kinderschuhen: Fotos sind von schlechter Qualität, Fingerabdrücke gibt es noch nicht. Außerdem sind Serienmorde und die dahinter steckende Systematik und möglichen Motive noch nicht bekannt.

Viele Verdächtige

Jedes Opfer wird am Wochenende oder einem Feiertag umgebracht, der Täter könnte also berufstätig sein. In allen Fällen ist die Tatwaffe ein Messer und die Art der Verletzungen lassen darauf schließen, dass der Täter anatomische Grundkenntnisse hat. Der mögliche Täterkreis umfasst alle Berufsgruppen, in denen ein geübter Umgang mit einem Messer vonnöten ist.

Das Täterprofil bleibt jedoch vage und die Liste der Verdächtigen ist deswegen sehr lang. Sie reicht von Sir William Withey Gull, dem Hofarzt im Königshaus, über den "Elefantenmensch" Joseph Carey Merrick bis hin zu Oscar Wilde.

Die Suche geht weiter

Bis heute sind Ermittler, so genannte Ripperologen, dem unbekannten Serienmörder auf der Spur. Der englische Kriminalkommissar Trevor Marriott glaubt, mehr als 120 Jahre nach der Mordserie den Ripper demaskiert zu haben. Nach seiner Theorie gehen weit mehr Verbrechen auf das Konto des Unbekannten als die Morde an Prostituierten in London.

Kein Ripper-Forscher kam bislang auf den Gedanken, der Killer könnte nicht nur in den dunklen Straßen des Londoner East Ends sein Unwesen getrieben haben, sondern auch auf einem anderen Kontinent.

Jack the Ripper - ein Deutscher?

Marriott untersuchte weltweit Verbrechen, die eine ähnliche Handschrift tragen wie die Morde im Londoner East End. Und tatsächlich finden sich ähnliche Muster in Fällen, die sich in den USA zugetragen haben.

Aber wie war es dem Täter möglich, sich in so kurzer Zeit über den halben Erdball zu bewegen? Dem Kriminalisten Marriott gelingt es, alle in Frage kommenden Morde einem Verdächtigen zuzuordnen, dem deutsche Seemann Carl Feigenbaum: War Jack the Ripper tatsächlich ein Serienkiller, der aus Deutschland kam?

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert! Abo beendet