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Der Fälschungskrimi von Phaistos

Geheimnisvolle Zeichen aus der Bronzezeit

Diskus von Phaistos - Ein goldener Diskus mit einer Reihe von Schriftzeichen

ZDFinfo - Der Fälschungskrimi von Phaistos

Im kretischen Heraklion bildet die Scheibe aus Phaistos die Hauptattraktion für die Museumsbesucher - eine Ikone wie die Nofretete in Berlin.

Datum:
Sendungsinformationen:
Im TV: ZDFinfo, 16.08.2016, 18:50 - 19:30
Verfügbarkeit:
Video leider nicht mehr verfügbar
Produktionsland und -jahr:
2015
Altersbeschränkung:
Freigegeben ab 6 Jahren

Im kretischen Heraklion bildet die Scheibe aus Phaistos die Hauptattraktion für die Museumsbesucher - eine Ikone wie die Nofretete in Berlin. Doch bis heute wollen die Stimmen nicht verstummen, die beim Diskos von einer Fälschung sprechen. Wir begeben uns in die Bronzezeit und wollen wissen: Ist die berühmte Scheibe aus Phaistos ein bedeutendes Relikt oder tatsächlich eine Fälschung? Die Dokumentation schildert die Detektivarbeit international renommierter Wissenschaftler zwischen New York und Kreta. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse lassen die Entdecker der ersten Hochkulturen Europas in einem neuen Licht erscheinen.

Der nordamerikanische Kunsthändler Jerome Eisenberg hält den "Diskos von Phaistos" für eine Fälschung. Im Museum von Heraklion wird diese Scheibe aus gebranntem Ton als Highlight der Sammlung aus dem Reich des legendären Königs Minos präsentiert.

Ist der Diskus-Text überhaupt zu enträtseln?

1908 wurde der Diskos von dem italienischen Archäologen Luigi Pernier entdeckt. Der britische Sprachwissenschaftler Gareth Owens ist sicher, den Diskos bald entziffern zu können und glaubt an seine Echtheit.

Doch in New York beharrt Jerome Eisenberg weiterhin auf seine Erkenntnis, der Diskos-Text sei überhaupt nicht zu enträtseln. Mit kriminalistischem Gespür entwirft Eisenberg eine beeindruckende Indizienkette: Luigi Pernier soll die Tonscheibe aus Geltungssucht selbst geschaffen haben. Eisenberg bezichtigt den Schweizer Emile Gilliéron - in seiner Zeit unerreichter Großmeister der Rekonstruktionen und Reproduktionen - als Perniers Komplizen. Aber inzwischen verdächtigen sogar renommierte Archäologieprofessoren wie der Kanadier Alexander McGillivray Gilliéron der kriminellen Machenschaften.

Untersuchung verweigert

Die Direktorin des Museums von Heraklion wehrt sich seit langem gegen eine Materialuntersuchung, obwohl inzwischen beschädigungsfreie Analysemethoden zur Verfügung stehen. Ohne eine solche Untersuchung bleibt der Verdacht unwiderlegt, dass Millionen Museumsbesucher bewusst getäuscht werden.

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