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Der wilde Osten

Über das letzte Jahr der DDR

Mit dem Mauerfall am 9. November 1989 begann in der DDR ein Jahr zwischen Aufbruchsstimmung und Anarchie. Illegale Clubs, besetzte Wohnungen, eine überforderte Bürokratie und Medien, die erstmals offen berichteten: Plötzlich schien alles möglich.

Bis in den Sommer 1990 hinein gab es keine funktionierende Steuerverwaltung, kein Gewerbeamt – die öffentliche Verwaltung lag danieder. Doch die fröhliche Anarchie hatte ihre Schattenseiten: Bald marodierten gewiefte Abzocker aus dem Westen durchs Land und verkauften den Ostdeutschen unnötige Versicherungen und schrottreife Autos. Die Euphorie zwischen den Zeiten schlug vielerorts in Frust um – dem Taumel folgte Ernüchterung. Das letzte Jahr der DDR war für viele, die es erlebt haben, tatsächlich das "Jahr des wilden Ostens".


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