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Die Kanzlerfrauen – und Herr Sauer

Leben im Schatten der Macht

Offiziell gibt es das Amt gar nicht, aber die Frauen der deutschen Bundeskanzler prägten dennoch die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland auf ihre Weise mit – mal ruhig und vornehm, mal selbstbewusst und kämpferisch. Seit 1949 engagierten sich sieben Frauen als First Ladys – und 2005 gesellte sich mit Joachim Sauer, dem Ehemann Angela Merkels, der erste "First Husband" in diese Reihe. Eine Dokumentation über das "Leben im Schatten der Macht".

Die Frauen der deutschen Bundeskanzler standen im Schatten ihrer mächtigen Männer: Ohne Amt und Titel, aber dennoch unter ständiger Beobachtung – kein Fehler wird übersehen oder vergessen. Jede der "Frauen im Schatten der Macht" prägte die Geschichte der Bundesrepublik auf ihre ganz eigene Weise. Sie erwiesen sich als Vorreiterinnen, als moderne und gebildete Frauen, die für ihre Prinzipien kämpften. Sie brachen mit Konventionen und öffneten den Blick für Neues: Ein schmaler Grat zwischen Tabubruch und Protokoll – mit ihnen hat sich auch das Bild der Frau in Deutschland gewandelt.

Im Schatten der Macht

Unter ständiger Beobachtung repräsentierten sie stilvoll und elegant die Bundesrepublik. Sie waren treue Beraterinnen und seelische Stütze für ihre Männer. Als Schirmherrinnen wohltätiger Organisationen machten sie auf die Nöte von Kindern, Frauen und Familien aufmerksam.

In den Boulevardblättern waren sie dauerpräsent: Einmal zerrissen und verspottet, ein anderes Mal bewundert und verehrt. Ihre Kleidung, die Frisur, das Auftreten – bei jedem Auftritt standen sie im Rampenlicht. Affären und Scheidungen spielten sich in der Öffentlichkeit ab. Eine Bürde für viele der Frauen.

Eine protokollarische Sensation

Elisabeth Werhahn-Adenauer, Luise Erhard, Marie-Luise Kiesinger, Rut Brandt, Loki Schmidt, Hannelore Kohl und Doris Schröder-Köpf: Seit der Gründung der Bundesrepublik 1949 engagierten sich diese sieben Frauen mal ruhig und vornehm, mal selbstbewusst und kämpferisch in der Öffentlichkeit. Mit Joachim Sauer, dem Ehemann Angela Merkels, gesellt sich seit 2005 der erste Mann in diese Reihe. Eine protokollarische Sensation, doch auch er glänzt zurückhaltend und souverän zugleich in dieser Rolle.

Der Film "Die Kanzlerfrauen – und Herr Sauer" folgt chronologisch der Zeit von 1949 bis heute. Die Dokumentation greift weitestgehend auf Archivmaterial und Nachrichtenbilder zurück, auf Fotos aus öffentlichen und privaten Quellen. Sie zeigt öffentliche Auftritte der Frauen bei Staatsbesuchen und feierlichen Galas. Aber auch das Privatleben der Paare steht im Fokus. Zu Wort kommen neben den Kanzlergattinnen auch deren Kinder und Enkelkinder, enge Mitarbeiter und beste Freundinnen der Frauen. Sie berichten von einem Leben zwischen Protokoll und Familie.

Glücksmomente und Trauer

Die Hauptschauplätze sind die ehemaligen und der aktuelle Sitz des Bundeskanzlers: Der Palais Schaumburg und das Bundeskanzleramtsgebäude in Bonn sowie in Berlin. Außerdem zeigt die Dokumentation die ehrenamtliche Arbeit der Frauen in den Stiftungen und wohltätigen Vereinen.

Nur noch zwei der ehemaligen First Ladies leben – Doris Schröder-Köpf und Libet Werhahn-Adenauer. Zu Wort kommen vor allem Kinder und Enkel der verstorbenen Damen, enge Mitarbeiter und Vertraute berichten vom Leben zwischen Protokoll und Familie. Aufregendes Archivmaterial erinnert an Glücksmomente und Trauer. Strahlende Bilder – mal glamourös, mal erschreckend, aber immer abwechslungsreich und unterhaltsam.

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