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Der Doppelmord von Flonheim

Über die Arbeit einer Mordkommission

ZDFinfo - Der Doppelmord von Flonheim

Am 1. März 2004 wird bei Mainz ein Ehepaar ermordet. Der zweijährige Sohn musste die Tat mit ansehen, sein großer Bruder fand die Leichen. Über acht Jahre hält die Autorin Kontakt zu der Familie.

Beitragslänge:
43 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 15.09.2017, 02:05
Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2012
Altersbeschränkung:
Freigegeben ab 6 Jahren

Am Abend des 1. März 2004 dringt ein Unbekannter in das Wohnhaus des Ehepaares Thom im rheinhessischen Flonheim ein. Der Mann geht mit einem Hammer auf Elke und Helmut Thom los, verletzt beide schwer und tötet sie dann mit einem Messer - vor den Augen des zweijährigen Sohnes. Am nächsten Morgen findet der ältere Sohn Patrick die Eltern und seinen völlig verstörten kleinen Bruder.

Sofort nach der Tat nimmt eine Sonderkommission die Ermittlungen auf. Ins Visier gerät der türkische Staatsangehörige Kenan Kütük. Schnell finden die deutschen Zielfahnder heraus, dass sich Kütük nach Südostanatolien abgesetzt hat, wo seine Verwandten leben.

Das Verfahren wird, wie in solchen Fällen zwingend, an die Türkei abgegeben. Ein Auslieferungsabkommen gibt es nicht. Die deutschen Behörden bieten umfassende Unterstützung an. Dennoch gelingt es den türkischen Behörden zuerst nicht, Kütük dingfest machen. Drei jahre hatte es gedauert, bis der damals mutmaßliche Täter verhaftet und erst nach fünf weiteren langen Jahren ein Urteil gefällt wurde. Der Täter bekam eine zweifache lebenslange Haftsstrafe.

Protokoll eines Verbrechens

Die beiden Kinder des Ehepaares leben seit dem Mord bei der Schwester von Elke Thom. Die Tat hat das Leben der ganzen Familie völlig aus den Angeln gehoben. Der jüngere Sohn war 22 Monate alt, als die Tat geschah, niemand weiß, woran er sich erinnert. Nachts wacht er häufig schreiend auf.

Die Reportage begleitete die Fahnder der Sonderkommission bei ihrer Arbeit. Stück für Stück fügten sich die Teile des Puzzles zusammen. Die Autorin konnte ausführlich mit dem Rechtsmediziner, dem leitenden Oberstaatsanwalt, den DNA-Spezialisten und den Zielfahndern sprechen.

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