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Stalins letzte Säuberungen

Eine inszenierte „Ärzteverschwörung“ in der Sowjetunion

Zwei Monate vor seinem Tod erfand der sowjetische Diktator Josef Stalin eine Verschwörung von Medizinern meist jüdischer Herkunft: eine brutale antisemitische Kampagne, über die die Dokumentation „Stalins letzte Säuberungen“ informiert.

Jüdische Ärzte wurden im Januar 1953 beschuldigt, höchste Würdenträger des sowjetischen Regimes getötet zu haben. In dieser Dokumentation über die inszenierte "Ärzteverschwörung" erzählen Kinder und Freunde der Opfer zum ersten Mal von ihren Erfahrungen und ihrem Leid während dieser Schreckenszeit.

Stalins Tod als Rettung

Nach den ersten Verhaftungen der vermeintlichen Verschwörer folgten zahlreiche weitere willkürliche Festnahmen, verbunden mit Schauprozessen und antisemitischer Propaganda. Am 1. März 1953 soll sich Stalin noch selbst nach dem Stand der Vorbereitungen für den Ärzte-Prozess erkundigt haben. Nachdem der Diktator vier Tage später gestorben war, wurden die Vorwürfe von der neuen sowjetischen Führung nicht weiter aufrechterhalten und die Verhafteten freigesprochen.

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