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Das Vaterspiel

Spielfilm, Deutschland/Österreich/Frankreich 2009

"Das Vaterspiel" - Vergeblich versucht die Stiefmutter (Marisa Growaldt) von Ratz (Helmut Köpping) eine Beziehung zu ihm aufzubauen.

ZDFneo - Das Vaterspiel

Ein junger Mann mit einem ödipalen Konflikt findet ausgerechnet in einem alten Nazi einen Ersatzvater. Ein schwarzhumoriges Sittenbild über Moral, Familie und Erinnerungskultur.

Datum:
Sendungsinformationen:
Im TV: 3sat, 14.04.2017, 00:25 - 02:13
Verfügbarkeit:
Leider kein Video verfügbar
Produktionsland und -jahr:
Deutschland , Österreich , Frankreich 2009

Regisseur Michael Glawogger verbindet in seiner Verfilmung von Josef Haslingers gleichnamigem Roman unterschiedliche Zeit- und Handlungsebenen. Zum Ensemble gehören Helmut Köpping, Sabine Timoteo, Ulrich Tukur, Otto Tausig sowie Christian Tramitz.

Der Mittdreißiger Ratz Kramer, ein perspektivloser Langzeitstudent ohne Job, verbringt die meiste Zeit vor dem Computer. Von seinem Vater, einem korrupten und eiskalten SPÖ-Minister, schlägt ihm vor allem Verachtung entgegen. Den Hass auf seinen Erzeuger lebt der introvertierte Ratz in einem selbst programmierten Videospiel aus: Der Clou des Egoshooters „Kill Daddy Good Night“ besteht darin, dass der Spieler reihenweise Gegner mit dem eingesetzten Gesicht des eigenen Vaters niedermetzeln kann. Eines Tages bekommt Ratz Nachricht von seiner einstigen großen Liebe Mimi. Sie bittet ihn, von Wien nach New York zu kommen, ohne jedoch einen genauen Grund dafür zu nennen. Ratz willigt ein, da er die Gelegenheit nutzen will, sein „Vaterspiel“ einem amerikanischen Gameproduzenten vorzustellen.

Kurz nach seiner Ankunft erfährt er, weshalb Mimi ihn in die USA geholt hat: Er soll den Keller im Haus ihrer Großmutter renovieren, wo sich der Großvater, ein litauischer NS-Verbrecher, seit vielen Jahren versteckt hält. Trotz gewisser moralischer Bedenken beginnt Ratz mit den Renovierungsarbeiten. Dabei kommt es zu einer eigentümlichen Annäherung zwischen ihm und dem wortkargen, scheinbar völlig reulosen Altnazi. Parallel zu dieser Geschichte gibt ein Mann namens Jonas Shtrom eine bewegende Aussage über die Ermordung seines litauischen Vaters zu Protokoll, der 1941 bestialisch erschlagen wurde - von einem Nazi-Schergen, bei dem es sich offenbar um Mimis Großvater handelt.

Darsteller

  • Ratz - Helmut Köpping
  • Mimi - Sabine Timoteo
  • Jonas Shtrom - Ulrich Tukur
  • Kramer - Christian Tramitz
  • Lucas - Itzhak Finzi
  • Lucas (40 Jahre) - Samuel Finzi
  • Mutter - Michou Friesz
  • Schwester - Franziska Weisz
  • Großvater - Otto Tausig
  • u. a. -

Stab

  • Regie - Michael Glawogger

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