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Die Fürsten von Monaco (2)

Grace Kelly und Fürst Rainier

Als Fürst Rainier im Mai 1949 mit knapp 26 Jahren die Regierungsgeschäfte in Monaco übernahm, steckte das Land in einer tiefen Krise. Der Staat war pleite und guter Rat teuer.

Fürst Rainier und Grace Kelly nach ihrer Trauung (1956)
Fürst Rainier und Grace Kelly nach ihrer Trauung (1956) Quelle: ap

Traumrolle für Grace Kelly


In seiner Not verkaufte Rainier Anteile seiner Casino-Gesellschaft an den griechischen Milliardär Aristoteles Onassis. Schon bald fiel über Monaco ein Millionenregen. Der griechische Reeder soll es auch gewesen sein, der den Fürsten zu einer Heirat drängte.
1955 traf Rainier die "Richtige": die amerikanische Oskar-Preisträgerin Grace Kelly, die Alfred Hitchcock zum Hollywood-Superstar gemacht hatte. Die erfolgreiche und selbstbewusste Grace genoss bis zu diesem Zeitpunkt ein unabhängiges Leben. Dass sie zahlreiche Affären mit Schauspielkollegen wie David Niven und Clark Gable hatte, ist heute kein Geheimnis mehr.



Gracia Patricia und Fürst Rainier mit ihren drei Kindern (1965)
Gracia Patricia und Fürst Rainier mit ihren drei Kindern (1965) Quelle: ap

Der Fürst aus Monaco jedenfalls war von der engelsgleichen Schönheit fasziniert, reiste ihr sogar an Weihnachten in ihr Elternhaus nach Philadelphia nach und klärte die besorgte Mutter darüber auf, dass er nicht der Fürst von Marokko sei. Schon beim zweiten Treffen nahm Grace seinen Heiratsantrag an. Kein Hollywood-Studio hätte ihr diese Rolle bieten können. Auf die Frage, ob sie ihren Verlobten liebe, soll sie geantwortet haben: Ich werde es lernen.

Glanz und Glamour für Monaco

Die Hochzeit im April 1956 geriet zum Medienspektakel, der marode Miniaturstaat zum magischen Märchenland. Aus Grace Kelly wurde Fürstin Gracia Patricia; aus dem Filmstar wurde ein Society-Star - und Monaco wurde zum neuen Hot-Spot des internationalen Jet-Set. Grace schenkte dem Fürstentum den langersehnten Thronfolger Albert sowie die beiden Töchter Caroline und Stéphanie. Sie brachte Glamour und Stil in das Fürstentum.Doch es war nicht alles Glanz in ihrem neuen Leben: Die französische Sprache, der ihr eigentlich noch fremde Ehemann und das strenge Hofprotokoll bereiteten ihr Probleme. Erst mit den Jahren lernten Grace und Rainier, sich miteinander zu arrangieren, am Ende wohl auch, sich zu lieben. Graces Tod war wie ihr Leben: spektakulär und rätselhaft. Im September 1982 stürzte sie mit dem Auto die steilen Felsen von Monaco hinab. Ihre jüngste Tochter, Prinzessin Stéphanie, überlebte den Unfall. Bis heute wird über die Ursachen des Unfalls spekuliert.

Abschied von der Fürstin der Herzen

Den plötzlichen Verlust seiner Frau hat Fürst Rainier nicht verwunden. Nach dem Tod der Fürstin gab es nie wieder eine Frau an seiner Seite. Die Beerdigung war ein Großereignis: Millionen verfolgten den Trauerakt im Fernsehen. Anders als bei der Märchenhochzeit im Jahr 1956 versammelten sich Vertreter aller europäischen Königshäuser, Staatsmänner und Filmstars in der Kathedrale von Monaco, um Abschied von ihrer Fürstin der Herzen zu nehmen.

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