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Die Geschichte des Südwestens (3/4)

Wie wir Krieg und NS-Herrschaft erlebten Film von Werner Biermann

"Die Geschichte des Südwestens (6/7) - Wie wir Krieg und NS-Herrschaft erlebten": Lena Ganschow am Deutschen Weintor.

ZDFneo - Die Geschichte des Südwestens (3/4)

Auch im Südwesten gewinnen die Nazis in den 1920er-Jahren Zulauf. Sie sie versprechen Urlaub für alle und beeindrucken mit Prestige-Projekten, wie dem Bau der Autobahn Frankfurt-Heidelberg.

Datum:
Sendungsinformationen:
Im TV: 3sat, 20.04.2017, 16:59 - 17:44
Verfügbarkeit:
Leider kein Video verfügbar

Eine vielbejubelte "Großtat" ist die Wiedereingliederung des Saargebietes ins Deutsche Reich. Gegen die Ausgrenzung und Verfolgung von Andersdenkenden, politischen Gegnern, Juden sowie Sinti und Roma protestieren nur wenige.

Der tausendfache Mord an behinderten Menschen beginnt 1941 in der psychiatrischen Anstalt Grafeneck auf der Schwäbischen Alb. Und auch die systematische Deportation von Juden beginnt mit der sogenannten "Wagner-Bürckel-Aktion" im Südwesten. Die meisten Deportierten werden in den Vernichtungslagern im Osten ermordet. Der Krieg, den Hitler begonnen hat, kostet Millionen Menschen das Leben. Viele Städte im Südwesten werden durch alliierte Bombenangriffe fast völlig zerstört. Zurück bleiben traumatisierte Überlebende, die nicht wissen, wie es weitergehen soll.

Der Pfälzer Josef Bürckel ist NSDAP-Anhänger der ersten Stunde und hoher NS-Funktionär. Er ist beteiligt an der "Rückgliederung" des Saarlandes und an der "Wiedervereinigung Österreichs" mit dem Deutschen Reich. 1940 initiiert er zusammen mit dem badischen Gauleiter Robert Wagner die Deportation von Juden aus dem Elsass, Lothringen, Baden und der Pfalz nach Gurs.

Der Rottenburger Bischof Johannes Baptista Sproll ist Gegner des NS-Regimes und wendet sich engagiert gegen Hitlers Ausgrenzungs- und Vernichtungspolitik. Er wird verfolgt und muss seine Diözese verlassen. Erst nach dem Krieg kann er wieder nach Rottenburg zurückkehren. Johanna Geissmar ist Kinderärztin in Heidelberg. Weil sie Jüdin ist, wird ihr die Kassenzulassung entzogen. Sie muss ihre Praxis schließen. 1940 wird sie in das südfranzösische Lager Gurs deportiert. Dort kümmert sie sich aufopfernd um die Kranken und bekommt den Beinamen "Engel von Gurs". 1942 wird sie in Auschwitz ermordet.

Stab

  • Moderation - Lena Ganschow

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