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Heinrich VIII. - Mörder auf dem Königsthron

Prunksüchtiger Tyrann und Frauenheld

Er war eine der schillerndsten Figuren der Geschichte: Heinrich VIII. Der König von England mordete, war prunksüchtig und hatte zum Leidwesen des Papstes einen hohen Verschleiß an Frauen. Bis heute sind seine politische Lebensleistung und seine Persönlichkeit heftig umstritten.

Gemälde Heinrichs VIII.
Gemälde Heinrichs VIII. Quelle: ZDF

Ehe mit Anne Boleyn


Schon zu Lebzeiten wurde Heinrich VIII. wegen seiner sechs aufeinander folgenden Ehen berühmt. Zwei von ihnen verloren nicht nur ihr Herz, sondern auch ihren Kopf: Anne Boleyn und Katharina Howard ließ der König enthaupten. Anne gebar dem König "nur" eine Tochter - keinen männlichen Thronfolger. Angeblich beging sie mehrfach Ehebruch und betrieb Hexerei, weshalb Heinrich sie am 19. Mai 1536 vor dem Tower in London enthaupten ließ. Zur Zeit der Hinrichtung soll Heinrich Tennis gespielt haben. Auch seine fünfte Gattin, Katharina Howard, ließ er aufgrund eines Verhältnisses köpfen.


Das sind nicht die einzigen Bluttaten, die Heinrich VIII. auf dem Gewissen hatte. Auch zwei seiner Berater bezahlten mit dem Leben. Zigtausend Menschen verurteilte der König zum Tode. Darüber hinaus zerstörte Heinrich die englischen Klöster. "Blut- und Fettfleck im Buch der englischen Geschichte" nannte ihn deshalb der Dichter Charles Dickens.

Gründung der Anglikanischen Kirche

Seine Suche nach einer Ehefrau, die ihm den ersehnten Thronfolger schenken sollte, führte zum Bruch mit der römisch-katholischen Kirche. Englands Kirche trennte sich in der Folge ab - in der historischen Tragweite nur mit der Reformation Martin Luthers vergleichbar. Sich selbst setzte Heinrich als deren Oberhaupt ein. Dadurch schuf er ein unabhängiges Land.

Flotte Heinrichs VIII. (Filmszene)
Flotte Heinrichs VIII. (Filmszene) Quelle: ZDF


Heinrich VIII. baute eine beeindruckende Kriegsmarine auf. Manchen gilt er deshalb als Visionär. Denn die Flotte war für Englands späteren Aufstieg unerlässlich.

Widersprüchlicher Charakter

Der Film "Heinrich VIII. - Mörder auf dem Königsthron" sucht den Charakter dieses widersprüchlichen Herrschers zu ergründen: War er ein Tyrann oder ein weitsichtiger Monarch? Ein verzweifelter Liebender oder ein eiskalter Frauenheld? Litt er vielleicht sogar an einer außergewöhnlichen Krankheit, die eine Persönlichkeitsveränderung verursachte?

Medizinhistorische Untersuchungen und die Auswertung bisher kaum bekannter zeitgenössischer Quellen sollen Antwort auf diese Fragen geben. Aufwändige Inszenierungen vom Hofe Heinrichs und die Spurensuche im heutigen England vermitteln ein lebendiges Bild vom aufregenden Leben Heinrichs VIII., in dessen Regierungszeit das Fundament für Englands Aufstieg zur Weltmacht gelegt wurde.

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