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Jürgen Vogel

als Gegenspieler Han

Jürgen Vogel wurde 1968 in Hamburg geboren. Sein Kamera-Debüt gab er mit 15 Jahren im Film "Kinder aus Stein" (Regie: Volker Maria Arend).






Mit 20 Jahren erhielt er den Bayerischen Filmpreis für Egon Günthers Kinofilm "Rosamunde", 1991 erlebte er seinen Durchbruch als Schauspielschüler im Kultfilm "Kleine Haie", für den er mit dem Bayerischen Filmpreis belohnt wurde.

Renommierter Schauspieler

Eine Schauspielschule besuchte Jürgen Vogel im wirklichen Leben nur einen Tag lang und ging seinen Weg auch ohne Studium. Er zählt zur ersten Garde der deutschen Darsteller, wirkte in mehr als 50 Fernseh- und Kinofilmen mit und wurde immer wieder mit Preisen ausgezeichnet. Den TeleStar erhielt er für seine Darstellung eines Neonazis in "Und dann eben mit Gewalt", der Adolf-Grimme-Preis folgte 1993 für den Fernsehfilm "Schicksalsspiel", der Bundesfilmpreis 1997 für die Tragikomödie "Das Leben ist eine Baustelle" und noch einmal der Grimme-Preis 2001 für seine Darstellung des Fahnders im Polit-Thriller "Das Phantom".

Internationale Filmluft schnupperte Jürgen Vogel als Matrose in der Romanverfilmung "Fräulein Smillas Gespür für Schnee" an der Seite von Julia Ormond. Auf der Berlinale 2006 wurde Vogel für den von ihm koproduzierten deutschen Wettbewerbsfilm "Der freie Wille" (Regie: Matthias Glasner) mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet und auf dem Chicago Filmfestival 2006 mit dem "Silver Hugo".

Rollenprofil

Jacobi, der korrupte Vizepräsident der Berliner Polizei, bewundert Han: Kommt der Kerl aus seiner bulgarischen Einöde oder woher auch immer, taucht in der Stadt auf und legt sich sofort mit dem mächtigen Libanesen Aoun an, um sich einfach sein Stück vom Kuchen zu krallen, seinen Anteil an der Zukunft am Drogenmarkt.

Solchen Leuten gehört die Zukunft, die sind Deutschland. Schade nur, dass einer wie Han sich nicht kontrollieren lässt. Schade, dass man ihn aus dem Weg räumen muss. Vergeudete Kreativität, vergeudetes menschliches Potenzial.

Knallhart mit menschlichen Zügen

Die Einschätzung ist durchaus richtig: Han arbeitet nur auf eigene Rechnung, lässt sich nicht kontrollieren, lässt sich nicht einmal verstehen. Jede einzelne seiner Eigenschaften ist ein lebendes Klischee, aber was ist er in der Summe? Ein Mann, der seit einem Motorradunfall ein Bein hinter sich herzieht, aber sich in seinem dynamischen Gang davon nicht stören lässt. Ein überzeugter Schwuler, dem auch der charmante Frauenversteher gefährlich authentisch gelingt.

Ein Mörder, der nicht mit der Wimper zuckt, wenn er einen versagenden Mitarbeiter tötet, der seinem jungen Freund Androsch aber ein treuer, zärtlicher, beschützender Liebhaber ist. Als Drogenhändler ein kühl kalkulierender Geschäftsmann, der nur seinen eigenen Vorteil vor Augen hat, aber nach Androschs Festnahme nur noch ein Liebender, der bereit ist, alles zuzugeben und alles zu verlieren, um den Geliebten zu retten - auch seine Freiheit und sein Leben ...

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