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Mit Gottes Segen in die Hölle - Der Dreißigjährige Krieg

1. Mythos Wallenstein Film von Luise Wagner-Roos und Martin Papirowski

"Terra X: Mit Gottes Segen in die Hölle - Der Dreißigjährige Krieg (1)": Blick auf das Fenster eines alten Palastes.

ZDFneo - Mit Gottes Segen in die Hölle - Der Dreißigjährige Krieg

Der Dreißigjährige Krieg galt bis zum Holocaust als die größte Katastrophe in der deutschen Geschichte. Millionen starben durch Gewalt, Seuchen und Hunger.

Datum:
Sendungsinformationen:
Im TV: ZDF, 24.04.2017, 04:00 - 04:45
Verfügbarkeit:
Leider kein Video verfügbar
Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2003

Der "Krieg aller Kriege" hat sich tief im kollektiven Bewusstsein der Deutschen eingegraben. Dennoch ist das Wissen um diese Epoche bei den meisten Menschen sehr schemenhaft, vage geprägt durch Schillers "Wallenstein" und die Abenteuer des Simplicissimus.

Wie war sie wirklich, jene Zeit des großen Krieges? Wer waren die Opfer, wer die Täter?

Drei Dokumentationen über den Dreißigjährigen Krieg, die Chronologie des Grauens aus immer wieder wechselnden Perspektiven: Im Fokus stehen die Mächtigen ebenso wie die Machtlosen. Die große Nähe zu den einfachen Menschen dieser Zeit verdanken die Filme einem einzigartigen Fund in der Handschriftensammlung der Staatsbibliothek in Berlin: Das Tagebuch des einfachen Söldners Peter Hagendorf. In schnörkelloser Reinschrift hat er den Krieg zu Papier gebracht. 25 000 Kilometer legt er durch Deutschland zurück, mehr als zwei Jahrzehnte lebt er davon, zu töten. Seine Augenzeugenberichte begleiten den Zuschauer durch alle drei Teile.

Wissenschaftliche Untersuchungen und Experimente, spannende Recherchen, bewegende dokumentarische Bilder und interessante Statements sind die Bestandteile dieser Dokumentation über den großen Krieg vor unserer Haustür. Atemberaubende Computeranimationen visualisieren die gewaltigen Heere, impressionistische Inszenierungen lassen den Betrachter Geschichte hautnah erleben.

Die Trilogie beginnt chronologisch im Jahr 1618 mit dem "Prager Fenstersturz", eigentlich ein Treppenwitz der Geschichte, doch unbestritten der Auslöser der Katastrophe. Doch welches sind die Ursachen für die unkontrollierbare Eskalation, die nahezu alle europäischen Mächte in ihren Strudel zieht? Ist es der Hunger nach Macht oder religiöser Fanatismus?

1618 ist auch das Geburtsjahr einer unglaublichen Karriere, die einen einfachen böhmischen Adligen zum mächtigsten Mann seiner Zeit befördern wird: Albrecht von Wallenstein. In nur wenigen Monaten schafft er im Auftrag des katholischen Kaisers ein Heer, das die damalige Welt vorher nicht gesehen hatte. Wallenstein wird zum Schwertarm des Kaisers und seiner Katholischen Liga. Er führt sein hunderttausendköpfiges Heer von Sieg zu Sieg, sammelt Titel und Fürstentümer.

Militärhistoriker rekonstruieren die Schlachten, die Bedeutungen der einzelnen Kampfgruppen, ihre Waffen und Strategien. Hautnah erlebt der Zuschauer den Donner der Kanonen und die Handhabung der Muskete, er kann sie spüren, die Angst der Soldaten im Sperrfeuer des Gegners. Was trieb und motivierte die Soldaten damals, offenen Auges in den Tod zu gehen? Das Gefühl, für eine gerechte Sache zu kämpfen, der Sold oder die Angst vor Strafe?

Was trieb ihren Feldherrn Wallenstein? War es allein die Suche nach Ruhm, nach Ländereien oder Geld? Ließ ihn tiefer Glaube dieses Titanenstück vollbringen? In monatelanger hartnäckiger Recherche gelingt es, ein verschollen geglaubtes Dokument aufzuspüren, das verblüffende Einsichten über den geheimnisvollen Generalissimus liefert: Johannes Keplers Horoskop Wallensteins, ein faszinierendes Psychogramm des großen Feldherrn.

Der eiskalte Rüstungsmanager als sternengläubiger Phantast? Schließlich ist es der Erfolg, der seine Karriere beendet: Er wird zu mächtig, mächtiger als der Kaiser selbst. Es sind die "Feinde aus den eigenen Reihen", die sich gegen ihn verbünden. Der General der Generäle wird abgesetzt, ausgerechnet in dem Moment, in dem sie ihn am dringendsten benötigen, denn aus dem Norden droht Gefahr für Kaiser und Liga. Schwedenkönig Gustav II. Adolf landet mit seiner Armada auf der Ostseeinsel Usedom.

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