Sie sind hier:

Rosemaries Baby

"Rosemaries Baby": Rosemarie (Mia Farrow) steht mit beunruhigtem Gesichtsausdruck in einer Telefonzelle.

ZDFneo - Rosemaries Baby

Guy und Rosemarie ziehen in eine neue Wohnung. Bald üben die älteren Nachbarn starken Einfluss auf ihr Leben aus. Die schwangere Rosemarie sieht sich als Spielball einer teuflischen Macht.

Datum:
Sendungsinformationen:
Im TV: 3sat, 28.10.2016, 22:35 - 00:51
Verfügbarkeit:
Leider kein Video verfügbar
Produktionsland und -jahr:
USA 1967

Der damals 35-jährige Roman Polanski schuf mit "Rosemaries Baby" einen leisen und zugleich gewaltigen Horrorthriller, der alles bisher Dagewesene in den Schatten stellte und vollkommen neue Maßstäbe für das Genre setzte.

Guy Woodhouse (John Cassavetes) und seine hübsche Frau Rosemarie (Mia Farrow) ziehen in ein altes New Yorker Mietshaus. Dem schlechten Ruf des Hauses trotzend, freundet sich das junge Paar mit Minnie (Ruth Gordon) und Roman Castevet (Sidney Blackmer), den ältlichen Nachbarn, an. Während Guy von ihnen begeistert ist, hat Rosemarie wegen des übersteigerten Interesses der beiden erhebliche Zweifel. Wenig später ereignen sich mysteriöse Dinge.

Eines Abends bringt Minnie ein Dessert vorbei, das Rosemarie essen soll. In der folgenden Nacht hat Rosemarie einen entsetzlichen Albtraum mit dämonischen Wesen und erlebt eine Vereinigung mit dem Satan. Kurz darauf erfährt sie, dass sie ein Kind erwartet. Mit Entsetzen stellt Rosemarie fest, dass die Castevets immer größeren Einfluss auf sie und vor allem Guy nehmen und sie sogar zu einem neuen Arzt schicken. Rosemarie sieht einer qualvollen Schwangerschaft entgegen.

Das Drehbuch, das Polanski nach dem Roman von Ira Levin verfasste, spielt so geschickt mit den Urängsten und dem Unterbewusstsein des Zuschauers, dass "Rosemaries Baby" schon kurz nach seinem Erscheinen zum Klassiker wurde. Das hilflose Ausgeliefertsein einer Schwangeren, das wachsende Misstrauen gegenüber dem eigenen Ehemann, die Paranoia auslösenden Nachbarn, die Einsamkeit in der ultramodernen Metropole New York, die teuflischen Albträume, die seltsamen Augen des Babys - allesamt von Polanski exakt kalkulierte Stilmittel, die ihr Ziel nicht verfehlen: Den Zuschauer packt aufgrund der für jeden nachvollziehbaren, schier unerträglichen Situation das Entsetzen.

Paramount zögerte einige Zeit, den Film tatsächlich in die Kinos zu bringen, da die katholische Filmbewertungsstelle für "Rosemaries Baby" ein "C" (= zu missbilligen) vergeben hatte. Zu explizit seien die Anspielungen auf okkulte Praktiken, Teufelskult, und so weiter. Gerade diese Tabus wollte das Publikum aber im Kino gebrochen sehen und sorgte somit bald dafür, dass der Film auch finanziell ein Erfolg wurde - er spielte mehr als 25 Millionen Dollar ein.

Dass die Kritiker, im Gegensatz zur Kirche, in Lobeshymnen schwelgten und vor allem das subtile Spiel der Hauptdarsteller priesen, freute Polanski allerdings noch mehr als der finanzielle Erfolg. Neben John Cassavetes, der sich damals schon zu den Großen in Hollywood zählen durfte, feierte man vor allem eine Neuentdeckung namens Mia Farrow, der eine überraschende schauspielerische Leistung bescheinigt wurde. Auch wenn Ruth Gordon als Hexe Minnie Castevet mit Golden Globe und Oscar gesegnet wurde, blieb Mia Farrow als fragile Rosemarie über Jahrzehnte ein Begriff.

Darsteller

  • Rosemarie Woodhouse - Mia Farrow
  • Guy Woodhouse - John Cassavetes
  • Minnie Castevet - Ruth Gordon
  • Roman Castevet - Sidney Blackmer
  • Hutch - Maurice Evans
  • Dr. Sapirstein - Ralph Bellamy

Stab

  • Regie - Roman Polanski

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.