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Schaltzentrale der Macht

Aufsichtsräte im Härtetest

"Schaltzentrale der Macht": Leere Stühle an einem großen Tisch. Im Hintergrund sieht man eine Projektion auf einer großen Leinwand.

ZDFneo - Schaltzentrale der Macht

Der Berliner Flughafen, die Affäre von VW und die Siemens-Korruptionsaffäre: Alles Krisen, die funktionierende Aufsichtsräte hätten verhindern können - warum taten sie es nicht?

Datum:
Sendungsinformationen:
Im TV: 3sat, 02.05.2017, 23:37 - 00:21
Verfügbarkeit:
Leider kein Video verfügbar

Aufsichtsräte sollen die Geschäftsleitung kontrollieren. Doch oft verdanken sie ihr Amt weniger ihren unternehmerischen oder fachspezifischen Fähigkeiten als ihren guten Kontakten innerhalb der sogenannten Deutschland AG. Der Film blickt hinter die Kulissen der Macht.

Eine Ausbildung brauchen Aufsichtsräte nicht für ihre Tätigkeit, Sachverstand hingegen schon, um Milliarden schwere und richtungsweisende Entscheidungen beurteilen zu können. Mancher Firmenboss ergattert am Ende seiner Karriere noch ein gut bezahltes Aufsichtsratsmandat. Offizielle Zahlen dazu gibt es nicht, aber es gibt Schätzungen der Gehälter, 350 000 bis 1 Million Euro, sagen Wirtschaftsexperten. Und manche der Spitzenüberwacher haben gleich mehrere Mandate. Wie können sie da noch genau hinschauen?

Ein Paradebeispiel: der Berliner Flughafen. Was hat der Aufsichtsrat hier geprüft? Jahrelang konnte die Geschäftsleitung offenbar eine verhängnisvolle Entscheidung nach der anderen treffen, ohne von dem Kontrollgremium zur Räson gebracht zu werden. Kritiker monieren mangelnde Sachkenntnis und Ignoranz, und das, wo doch gerade die obersten Repräsentanten der beteiligten Länder, Berlins damaliger Bürgermeister Wowereit und Brandenburgs seinerzeitiger Ministerpräsident Platzeck, sogar den Vorsitz des Gremiums inne hatten.

Mit dem Skandal um den Berliner Flughafen blickt der Film auch auf andere folgenschwere aktuelle und historische Aufsichtsratsentscheidungen zurück und spricht mit einstigen und aktuellen Wirtschaftsgrößen wie dem ehemaligen Siemens-Vorstandsvorsitzenden Heinrich von Pierer, dem amtierenden Aufsichtsratsvorsitzenden von ThyssenKrupp Ulrich Lehner und der ehemaligen Top-Managerin Christine Wolff, die als erste Frau in den Aufsichtsrat von Hochtief berufen wurde. So entsteht ein zwiespältiges Bild eines verantwortungsvollen Amtes zwischen Macht und Ohnmacht, zwischen Engagement und Ignoranz.

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