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Schneewittchen

"Schneewittchen": Lilli Hoffman (Monica Keena) steht in einem prachtvollen roten Kleid im Wald neben einem Baum und scheint etwas zu beobachten.

ZDFneo - Schneewittchen

Keine Gute-Nacht-Geschichte: Düster erzählt Michael Cohn die Geschichte um die eitle Königin und den vergifteten Apfel neu. Er bietet Schneewittchen in schauriger Horror-Fantasy-Verfilmung.

Datum:
Sendungsinformationen:
Im TV: ZDF, 01.05.2016, 01:05 - 02:40
Verfügbarkeit:
Leider kein Video verfügbar
Produktionsland und -jahr:
USA 1996

Wölfe mit stechend gelben Augen, die Stiefmutter mit blutigem Herz in der Hand – Cohns Schneewittchen kämpft gegen schwarze Magie und eine vom Wahnsinn zerfressene Frau. Weder sieben Zwerge noch ein Prinz kommen ihr dabei zu Hilfe.

Sir Frederick Hoffman (Sam Neill) und seine hochschwangere Frau Lilliana (Joanna Roth) werden während einer Kutschfahrt von Wölfen angefallen. Lilliana wird tödlich verletzt, ihr Kind kann durch einen Kaiserschnitt gerettet werden. Die kleine Lilli (Taryn Davis) wächst ohne Mutter auf.

Einige Jahre später findet Frederick in der eitlen Claudia (Sigourney Weaver) eine neue Frau: wunderschön, aber schaurig. Ihr sehnlichster Wunsch ist ein Kind, doch erst neun Jahre später ist sie schwanger. Lilli (Monica Keena) entwickelt sich in der Zwischenzeit zu einer hübschen jungen Frau, ganz zum Missfallen ihrer eifersüchtigen Stiefmutter. Als diese ihr Kind verliert, kehrt sich ihre wahnsinnige Seite nach außen. Sie gibt Lilli die Schuld an ihrer Fehlgeburt, will sie töten lassen und ihr Herz als Trophäe.

Lilli flüchtet in den Wald und findet in einer alten Kirchenruine bei einer Bande Ausgestoßener Unterschlupf. Sie verliebt sich in den Anführer Will (Gil Bellows) und will mit der Hilfe ihrer neuen Freunde ihren Vater vor Claudia retten. Würde sie nur nicht in diesen roten Apfel beißen.

Schwarz wie Ebenholz, weiß wie Schnee und rot wie Blut - Michael Cohns "Schneewittchen" (1996) erinnert nur selten an das Märchen, wie wir es kennen. Schwarze Magie, pochende Herzen und blutige Rituale verwandeln es in einen mystischen Horror-Fantasy-Film.

Herausragend: Sigourney Weaver ("Alien", "Avatar") in der Rolle der rachsüchtigen und wahnsinnigen Stiefmutter, nominiert für einen Primetime Emmy und die Screen Actors Guild Awards. Cohn ("Ermordet am 16. Juli") entwarf eine böse Königin mit einem eindeutigen Motiv: Nicht nur ihre Eitelkeit, sondern vor allem der Verlust ihres Babys machen sie zu einem Monster. Nicht nur in diesem Punkt spielt die Verfilmung mit der Vorlage der Brüder Grimm, geht hier Hand in Hand und dort losgelöst vom Original. Keine Zwerge, kein Prinz - dafür gibt es den glänzend roten Apfel ganz klassisch von einer äußerst gruseligen alten Hexe, hinter der sich natürlich auch Sigourney Weaver versteckt.

Mit pompösen Kostümen, dunklen Schauplätzen und originellem Make-up gab der Regisseur dem Kindermärchen einen schockierenden Anstrich. So wird die Gute-Nacht-Geschichte zum schaurig-schönen Albtraum. Und wer sich davon nicht beeindrucken lässt, freut sich vielleicht über David Conrad ("Ghost Whisperer") in der Rolle des jungen Hofarztes mit wallendem blonden Haar.

Darsteller

  • Claudia Hoffman - Sigourney Weaver
  • Frederick Hoffman - Sam Neill
  • Will - Gil Bellows
  • Lars - Brian Glover

Stab

  • Regie - Michael Cohn

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