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Dieter Nuhr

Vom Lehrer zum Comedy-Star

Seit Jahren zählt Dieter Nuhr zu Deutschlands erfolgreichsten Kabarettisten und Comedians. Sein Name hat sich dabei als wahrer Segen für den am 29. Oktober 1960 im niederrheinischen Wesel geborenen Künstler erwiesen.

Dieter Nuhr
Dieter Nuhr Quelle: dpa

Seine Biografie lässt man Dieter Nuhr am besten selbst erzählen: Als jüngstes Mitglied eines Beamtenhaushaltes wird er - nach eigenen Angaben - ab dem sechsten Lebensjahr zum Schulbesuch gezwungen, wo er die grundlegenden Fähigkeiten seines Berufes lernt: Schreiben und so tun, als wüsste er was. Nuhr lernt aber auch noch weitere Dinge: Rechnen, Sitzen und vor allem interessiertes Schauen im Komazustand. Das bringt ihm die Hochschulreife ein. Nuhr weigert sich, den Ernst des Lebens anzuerkennen und schreibt sich fürs Lehramt ein. Erste große Lacher ...

Studium von Kunst und Geschichte

Er studiert Kunst und Geschichte, malt seine Examensarbeit und erhält so die Berechtigung auf Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene (vor allem auch Damen) in der schulischen Knechtschaft einzuwirken. Nuhr erkennt, dass ihn vor allem Letztere in seiner hormonellen Zurückhaltungspflicht überfordern könnten und beschließt, das Lehramt vor zahlendem Publikum auszuüben.

Erste Späße in Theatergruppen enden in mehrjähriger Ensembletätigkeit, wo Nuhr lernt, von seiner noch recht kargen Kunst zu leben. Er bleibt alleine übrig. Seit 1994 ist Nuhr als Solist auf Tour. Stetig wachsende Zuschauerzahlen machen ihn zu einem der erfolgreichsten Kabarettisten im Land. Er erhält den deutschen Kleinkunstpreis in der Sparte Kabarett und den Deutschen Comedypreis als bester Live-Act und ist damit der einzige Künstler, dem dieser Spagat gelungen ist.

Gern gesehener Gast im Fernsehen

Nuhr gilt als "Vorzeige-Intellektueller unter Deutschlands Stand-up-Comedians, als fleischgewordener Beweis der These, dass Humor, Grips und gutes Aussehen in einer quotenträchtigen Menage à trois harmonieren", so die Stuttgarter Zeitung. Er absolviert neben seinen Fernsehauftritten bis zu 200 Bühnenabende jährlich. Als gerne und oft zitierten Wahlspruch wählte er den Satz: "Wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal Fresse halten".

Im Fernsehen ist er ein gern gesehener Gast, vor allem in den besten Comedysendungen der Republik. Im ZDF präsentierte er unter anderem die satirischen Jahresrückblicke "Nuhr 2006", "Nuhr 2007", "Nuhr 2008" und "Nuhr 2009". Dieter Nuhr will mindestens 120 werden, da er davon ausgeht, dass es bis dahin für alles Ersatzteile gibt.

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