Janek Rieke

Schauspieler, Autor und Regisseur

Janek Rieke gilt als echtes Multitalent: Neben seiner Tätigkeit als Schauspieler arbeitet er auch als Autor und Regisseur. Bekannt wurde er mit seinem frechen Film "Härtetest" als Autor, Regisseur und Hauptdarsteller in "Personalunion". Seitdem war Janek Rieke in zahlreichen weiteren Film- und Fernsehproduktionen - meist in Hauptrollen - zu sehen. Nach dem plötzlichen Tod von Frank Giering unterstützt er nun als Kommisar Max Winter das Team des LKA Berlins in "Der Kriminalist".

Janek Rieke
Janek Rieke Quelle: dpa

Janek Rieke wurde 1971 geboren. Er studierte zunächst drei Jahre Philosophie, bevor er ein Regie-Studium am Hamburger Institut für Theater, Musiktheater und Film begann, das er 1996 mit dem Kurzfilm "Jenseits von Schweden" abschloss. 1997 folgte mit "Härtetest", ebenfalls unter seiner Regie, sein erster langer Spielfilm, der als bester Film zum Deutschen Filmpreis nominiert wurde und den Publikumspreis beim Max-Ophüls-Festival in Saarbrücken gewann. In beiden Filmen spielte er selbst auch Hauptrollen.

Breit angelegte Rollen

Janek Rieke war außerdem in Kurzfilmen wie "Hundsgemein" und "The Sherut Taxi" zu sehen und übernahm mehrere Theaterrollen bei der "Comedy Company Hamburg". 2001 war er in dem Thriller "Ratten - Sie werden dich kriegen" und dem Kinofilm "Die Einsamkeit der Krokodile" zu sehen. 2003 folgte Hans Christian Schmids preisgekrönter Film "Lichter". 2009 war er im Kino in Sebastian Niemanns Mafia-Persiflage "Mord ist mein Geschäft, Liebling" und im ZDF im Krimi "Stralsund - Mörderische Verfolgung" zu sehen. Letztes Jahr spielte er unter anderen in Ken Follets "Eisfieber" mit. Ab März 2011 ist er in "Der Kriminalist" an der Seite von Kommissar Schumann als Kommissar Max Winter zu sehen.


Auf einen bestimmten Rollentyp will sich der Schauspieler nicht festlegen lassen: "Ich habe schon öfter verplante, schüchterne und verlegene Typen gespielt. Aber auch Kommissare und Mörder. Ein Muster würde ich da nicht erkennen, das ist eher breit angelegt." Erfahrung hat er sowohl mit Komödien als auch mit Dramen und Thrillern: "Manchmal kommt es mir vor, als ob das Drama überbewertet ist. Da schwelgt man minutenlang in der Melancholie. Bei der Komödie geht alles viel schneller, da passiert mehr."

Träumen von entspannter Arbeit

Neben der Schauspielerei schreibt er auch Drehbücher, die er gerne selbst inszeniert. Auf die Frage, ob er lieber vor oder hinter der Kamera steht, antwortet Rieke dem ZDF: "Ich träume immer von dem Job, den ich gerade nicht mache. Wenn ich als Schauspieler arbeite, denke ich oft, dass ich endlich mal wieder meine eigenen Geschichten aufschreiben muss. Wenn ich mich dann beim Schreiben quäle, dann möchte ich endlich drehen. Wenn ich drehe, erlebe ich den Druck des Regisseurs; dann wünsche ich, ich könnte endlich im Schneideraum sitzen.

Wenn mein Film dann Premiere hat und ich so aufgeregt bin, dass ich fast einen Herzinfarkt bekomme, dann wünsche ich mich zurück ans Set. An ein ruhiges Set, wo ich ganz entspannt nur als Schauspieler arbeiten darf."

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