"Meine Kondition hat sich erheblich verbessert"

Regisseur Axel de Roche im Gespräch

Axel de Roche, der Regisseur der neuen ZDF-Serie "Die Bergwacht", bezeichnet sich selbst als "Berliner Stadtkind". Bei seinen Arbeiten in den Alpen zu "Der Bergdoktor" und "Die Bergwacht" betrat er Neuland. "Ich habe in den vergangenen drei Jahren enorm viel dazu gelernt", resümiert er seine Dreherfahrungen. Wie die Arbeiten in schwindelerregenden Höhen und mit dem Hauptdarsteller Martin Gruber waren, erzählt er im Interview mit dem ZDF.

Die Bergwachtler und ihr verunglückter Kollege Tobias Quelle: ZDF/Thomas R. Schumann


ZDF: Die Dreharbeiten für "Die Bergwacht" fanden im Dachstein-Gebirge statt. Was waren die größten Herausforderungen beim Dreh?


Axel de Roche: Ich habe schon einige Bergerfahrung durch meine Arbeit bei "Der Bergdoktor" gesammelt. Allerdings ist "Die Bergwacht" sehr viel actionreicher, es spielen viel mehr Personen mit. Wir haben tatsächlich für jede Folge in den Bergen gedreht, meist spektakuläre Unfälle und Rettungsaktionen.

Wir hatten sogar ein Action-Drehteam, das uns tolle Bilder geliefert hat. Eine andere Herausforderung war, das gesamte Equipment und das Team jeden Tag wieder auf den Berg zu bewegen. Wir haben zwar versucht, Drehorte zu finden, zu denen man leichter Zugang hat, aber man musste auch dafür jede Menge schleppen.


ZDF: Braucht also auch der Regisseur Bergsteiger- beziehungsweise Kletterkenntnisse?


de Roche: Für mich als Berliner Stadtkind war das alles Neuland. Aber ich habe in den vergangenen drei Jahren enorm viel dazu gelernt. Meine Kondition hat sich auch erheblich verbessert.


ZDF: Bestimmt standen Ihnen Experten zur Seite?


de Roche: Klar, wir hatten überall Bergretter dabei, die uns gesichert haben. Beim Drehen mussten große Teile des Teams angeseilt werden.


ZDF: Wurde beim Casting der Darsteller darauf geachtet, dass sie bergerfahren sind?

Die Bergwacht - Porträt Gruber Quelle: ZDF/Thomas R. Schumann


de Roche:
Vor allem der Hauptdarsteller musste ein sportlicher Typ sein und eine gute Kondition haben. Mit Martin Gruber ist uns da ein echter Glücksgriff gelungen. Er hatte Gott sei Dank tatsächlich Bergerfahrung. Trotzdem haben wir ihn vor Beginn der Dreharbeiten nochmal mit einem Bergsteiger zu einem intensiven Training in die Berge geschickt. Das hat er mit viel Spaß und Freude gemacht.

Sein Interesse daran, sich selber zu verbessern, war sehr groß, und man konnte im Laufe der Zeit erkennen, wie hart er an sich gearbeitet hat. Er ist zum Beispiel abends immer noch ins Fitness-Studio gegangen. Mein ganz großes Lob geht speziell an Martin Gruber für diese enorme Leistung. Er ist mit extrem viel Enthusiasmus und Willen an diese Rolle und an den Dreh herangegangen.


ZDF: Waren die anderen Darsteller ähnlich gefordert?


de Roche: Die meisten hatten wenig Vorkenntnisse, haben aber mit den Bergrettern vor Ort trainiert, sich sehr angestrengt und eine wirklich tolle Leistung erbracht. Dafür haben sie meinen vollen Respekt.



ZDF: Wie waren die Reaktionen der Bergtouristen, denen Sie beim Dreh begegnet sind?



de Roche:
Ramsau im Dachstein-Gebirge ist ja eine sehr touristische Gegend. Natürlich sind wir Bergwanderern begegnet, die ganz schön gestaunt haben, was wir da wohl machen.


ZDF: Sind Sie sind dort mit offenen Armen aufgenommen worden?


de Roche: Auf jeden Fall. Die Leute, die dort um uns herum waren, haben uns intensiv geholfen. Sie haben sich sehr über die Dreharbeiten in der Dachstein-Region gefreut und sind schon sehr gespannt, wie ihre wunderschöne Heimat in der ZDF-Serie zur Geltung kommen wird.

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